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Der Klassiker – Bugaboo Cameleon³ Test

Heute neu ist der Bugaboo Cameleon3 Test, wieder ein Kinderwagentest mit unseren ausgiebigen Erfahrungen. Wie alle Tests wurden die Kinderwagen von uns selbst gekauft, geliehen oder ertauscht. Es handelt sich nicht um einen gesponserten Artikel, sondern unsere Erfahrung. 

Wir haben nämlich wieder einen neuen bzw alten Kinderwagen, dies ist nun unser 4. Cameleon, wir hatten zwei mal den Cameleon+ alias Cameleon2 ab 2009 und dann ab Anfang 2014 den Cameleon3, den wir Anfang 2016 verkauft haben, um es zu bereuen und nun fahren wir seit Ende Dezember wieder Bugaboo Cameleon3

Wir landen am Ende halt doch immer beim Klassiker. Er ist und bleibt der aus meiner subjektiven Sicht wendigste, leichteste und super schiebbare Kinderwagen, dazu liebe ich das wegweisende, minimalistische Design, oft kopiert und nie erreicht. Ebenfalls begeistert bin ich davon, wie wandelbar er ist, wenn man eine andere Farbe will, einfach austauschen, Bugaboo bringt immer wieder tolle Special Editions. Momentan fahren wir Andy Warhol Edition Globetrotter, ich finde es super (und der Kleinste auch), dass er im Dach Innen was zu gucken hat und die neuen Dächer mit Zip bieten genug Schutz vor Sonne und Helligkeit für den Schlaf im Kinderwagen.

Manche Leute kritisieren beim Cameleon die vorgeformte Sitzschale, darin könnten Bauchschläfer nicht schlafen und es sei unbequem. Meine Kinder sehen das anders, ich auch. Erstens ist die Form des Sitzes eher wie so ein Relaxsessel, Füße hoch, Rücken etwas hoch, man liegt doch gern auf solchen Liegen? Meine Kinder sind und waren alle Bauchschläfer, dennoch schliefen und schlafen sie im Cameleon wunderbar in der Position. Unser Kleinster ist Kinderwagenschläfer, daher steht der Wagen teilweise zum Schlafen in seinem Zimmer, jedenfalls Mittags.

Bugaboo hat bei der neuesten Version das Gurtsystem deutlich verbessert, dies war vorher ein Kritikpunkt, nun ist es das Gurtsystem, wie es zuerst beim Bee³ eingeführt wurde, unten die Schnalle und Schulter- und Beckengurte separat und auch die Höhenverstellung wurde verbessert, die verrutschte beim Cam³ öfter (das war beim Cameleon² damals kein Problem, dafür ist uns die Schnalle zerbrochen).

Was wir noch nicht haben, ist die neueste Verbesserung, Bugaboo hat nun den Cameleon³+, der direkt mit (Kunst)lederschonern kommt. Wir haben unsere Echtlederschoner wie immer von Stylebug, perfet genäht und beste Lederqualität, denn ich mag Moosgummi nicht.

Der Untergestellkorb ist nicht riesig, aber ausreichend groß für den Kram, den man so im Alltag braucht und einen kleinen Einkauf. Zubehör gibt es so ziemlich alles, was man brauchen könnte, Fußsäcke (wir fahren den wunderschönen Blend mit Baumwollfutter), Becherhalter, Sitzauflagen, Breezy Dächer für den Sommer und Schnee- und Geländeräder. Denn damit kommt ich zum für mich einzig nervigen Aspekt: die Geländeräder sind nicht schwenkbar. Das fand ich beim Cybex Priam deutlich durchdachter. Die kleinen Räder des Cameleons machen ihn extremst wendig und toll zu schieben, kein vollwertiger Wagen schiebt sich leichter, ohne den Cameleon gäbs sicher keine „Latte Macchiato Mamas“, nur den schiebt man lässigst einhändig. Auf feinerem Schotter oder im Schnee ist er aber so nicht gut zu fahren. Die Schneeräder lassen ihn gut durch den Schnee kommen, machen ihn aber sehr schwer zu manövrieren, da der Wagen meiner Meinung nach zu leicht für fehlende Wendigkeit ist. Wenn Bugaboo dies ändern würde, wäre das kein Thema mehr.

Stiftung Warentest fand die Babywanne klein, diese Einstellung teile ich nicht, ich war sehr verwundert. Unsere Kinder passten alle problemlos mindestens 6 Monate in die Wanne und haben in den Sitz gewechselt, weil sie wollten, nicht, weil sie mussten. Überhaupt hat mich der Test etwas verwundert.

Den Sitz kann man in 3 Positionen stellen, sehr aufrecht, halb liegend und liegend. Aber die Form des Sitzes bleibt wie sie ist. Man kann den Sitz auch mit Kind drehen problemlos wenden, also in oder gegen Fahrtrichtung.

Alle Dinge mit „Funktion“ sind weiß, also ist der Wagen intuitiv bedienbar (und immer noch der einzige Kinderwagen, den auch mein Mann klappen kann). Er ist nicht einteilig klappbar, was manchmal unpraktisch ist, dafür benötigt er extrem wenig Platz im Kofferraum. Bei unserem 1. Urlaub mit Kind 2010, haben wir ihn hinter dem Vordersitz transportiert, er brauchte keinen Platz im Kofferraum.

Für wen ist der Cameleon geeignet? Aus meiner Sicht für urbane Eltern, die auf ebenen Wegen, Läden und in Parks unterwegs sind, den Wagen auch mal eine Treppe runter tragen, Bus und Bahn benutzen, da er sehr wendig und leicht ist, aber mehr für glatte Oberflächen geeignet. Natürlich kann man ihn auch über Kopfsteinpflaster schieben, aber als alleinigen Wagen, wenn das immer das eigene Umfeld ist, würde ich eher den Bugaboo Buffalo oder Donkey empfehlen, die offroadgeeigneter sind. Der Cameleon ist wie der Bee hauptsächlich ein Stadtwagen. Die Hebelwirkung an Bordsteinkanten etc. ist ebenfalls sehr gut und durch die großen Hinterräder kann man ihn auch Stufen runter „höppeln“. Unsere Kinder passten jeweils bis 2,5/3 in den Wagen, das Gewichtslimit ist 17kg, also höher als bei vielen anderen Wagen. Der Wagen selbst wird mit unterschiedlichem Gewicht angegeben, 9-10,6kg habe ich bisher gelesen. Somit ist er einer der absolut leichtesten auf dem Markt.

Der Sitz ist nicht sehr hoch, er ist nicht als Hochstuhl geeignet, der große Vorteil dabei ist aber, dass das Kind selbst hinein und raus klettern kann, man muss schwerere Kinder nicht heben. Unser Kleiner klettert selbst rein, er ist nun 16 Monate alt.

Mehr Infos gibt es natürlich bei Bugaboo selbst. Beim Kauf ist alles dabei, also Wanne UND Sitz, Regenverdeck etc..

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