Die Zahnfee kommt! Vorschulkind und Wackelzahn

Unser Vorschulkind hat den ersten Wackelzahn verloren und nun kommt die Zahnfee!

Vor etwa 2 Wochen hat hier die Aufregung begonnen, unser Vorschulkind (der Mittlere) klagte über Schmerzen an den beiden unteren Schneidezähnen und da drücke es. Obwohl er nun der Zweite ist, fiel es uns erst kurz darauf auf, woran es liegt: seine Milchzähne lockern sich, als Vorschulkind bekommt er nun also mit 5,5 Jahren Wackelzähne. Es wurde also der Große befragt, der die Erfahrung erst vor kürzerer Zeit hatte. Der Große erklärte ihm, dass es Anfangs weh täte und dann würden die Zähne wackeln. Unser Mittlerer ist recht sensibel, was seinen Körper und Veränderung betrifft, hier muss auch jede kleine Schramme mit einem Pflaster verarztet werden und Schmerzen sind immer ganz schlimm (und dann meistens nach einer Minute Schreiens wieder weg), ob Fuß, Finger, Bauch oder Po. Es brach also beim Mittleren ziemliche Panik angesichts des Wackelzahns aus. 

Wir haben dann ganz schnell reagiert, also völlig begeistert reagiert, dass er nun groß sei und echtes Vorschulkind! Außerdem käme dann doch bald die Zahnfee mit einem Geschenk, wenn der Wackezahn raus sei. Seine Skepsis änderte sich beim Stichwort „Geschenk“ in totale Begeisterung. Natürlich blieben die Einschränkungen von „ich kann nicht kauen“ und „auaaaa“ und ständiges Befühlen des wackelnden Zahns. Er war dann ganz aufgeregt und sehr verwundert über den Zahn, der hinter den wackelnden Zähnen wächst.

Gestern kam dann der große Aufschrei „der Zahn ist raus!!!!“, mir wurde der Zahn präsentiert und er ist ganz furchtbar stolz, nun eine Zahnlücke zu haben. Mit dem Papa wurde dann der Lego-Katalog durchforstet und heute fahren wir alle zusammen in die Stadt, um ein Geschenk von der Zahnfee auszusuchen (nebenbei, hier gabs auch eine Schnullerfee). Natürlich mussten auch sofort Oma und die Paten und seine Freundin über den ausgefallenen Wackelzahn informiert werden.

Ich habe schon oft darüber gelesen, dass die wackelnden Zähne auch mit einer „wackelnden Seele“ einher gehen. Die Kinder werden vom Kleinkind bzw. Kindergartenkind plötzlich (Vor)Schulkinder. Große Veränderungen im Leben, aber eben auch im Körper und es wird ihnen bewusst, dass sie nicht mehr klein sind und sich vieles verändert. Das beunruhigt sie, zumindest bei unserem Vorschulkind merken wir schon eine Verunsicherung. Es steht so viel Neues bevor, das Ende der Kindergartenzeit, Abschied von seinen Freunden, da seine Freunde alle einige Monate jünger sind und daher noch ein Jahr im Kindergarten bleiben werden und der Neustart an der Schule mit fremder Umgebung und fremden Leuten. Anders als im Kindergarten vorher, wo er auch als kleiner Bruder täglich zumindest kurz war, war er nur wenige Male in der Schule. Daher ist es unsere Aufgabe, ihm Stabilität und Sicherheit zu geben, mit Ritualen und eben auch beizustehen, wie sich alles verändert. Kinder lernen immer und die Entwicklung geht, wenn man sich das überlegt, wirklich rasant, grade merken wir auch, wie er mehr Zusammenhänge erkennt, besser Lego baut und mehr Interesse an Zahlen und Buchstaben entwickelt.

Wir feiern besondere Dinge gern mit einem Geschenk, aber natürlich kann man etwas wie den Zahnwechsel auch einfach als Lauf der Dinge sehen oder eine gemeinsame Aktion machen oder sich einfach nur zusammen freuen. Die Zeit rennt einfach und in 2-3 Monaten wird er sich einen Schulranzen aussuchen und dann heisst es im Sommer Abschied nehmen vom Kindergarten, nach den Ferien beginnt die Schule für den Mittleren und für den Kleinen beginnt der ersehnte Kindergarten.

Kommt bei Euch die Zahnfee? Oder habt Ihr eine ganz andere Tradition? Und wann haben Eure Kinder den ersten Wackelzahn gehabt? 

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