Urlaub mit Kindern in Zoutelande, Walcheren

Werbung ohne Auftrag Diesen Sommer waren wir wie eigentlich seit Jahren jeden Sommer in Zoutelande. Es gibt verschiedene Vorstellungen von Urlaub, manche wollen immer Neues entdecken und Abwechslung. Für uns heisst „Urlaub“ aber auch einfach Erholung und in Zoutelande in diesem Ferienhaus wissen wir, was wir bekommen. Dieses Jahr ging es wie 2017 direkt vom Schultor los, wegen der Zeugnisvergabe war 10:45 Schulschluss und wir haben den Großen da abgeholt. 

Die Fahrt nach Holland

Da wir sofort gefahren sind, waren noch relativ wenige Staus, so dass wir recht gut durch gekommen sind. Seit einigen Jahren haben wir einen Dachträger, um die eigenen Fahrräder mit zu nehmen, es fährt sich komfortabler als mit Leihrädern, außerdem spart es Geld. Wir fahren einen VW Touran, also passt in den Kofferraum schon ziemlich viel rein, bei Urlaubsreisen haben wir vieles dabei.

Das Tempolimit wegen der Räder fällt auf der kurzen Strecke nicht wirklich auf, weil in der Niederlande sowieso die Geschwindigkeit begrenzt ist und man auch in Deutschland nicht rasen muss. Wir brauchen für die Fahrt meistens 3-4 Stunden. Proviant haben wir dabei und die Kinder ihre Tonieboxen und Kopfhörer.

Ankunft in Zoutelande

Wir sind seit Jahren im gleichen Ferienhaus, es ist klein und sehr neu, „gemütlich“ ist es nicht, halt minimalistisch, aber sauber und dezent eingerichtet und für uns sehr gut ausgestattet. Es hat keinen Garten, sondern eine Terrasse auf drei Seiten mit netter Sitzgelegenheit, liegt sehr ruhig hinter einem Haus, ist aber ganz nah zu den Dünen und zum Strand, außerdem nicht weit vom Ortskern.

Jeden Urlaub beginnen wir mit einem Mittagessen in unserem Lieblingslokal in der Fußgängerzone, das macht Zoutelande etwas besonders, es gibt eine Fußgängerzone. Die Kinder essen Kindermenüs „met verassing“ (mit Überraschung) und ich meistens Toasti oder Salat. Danach beziehen wir das Haus ab 15 Uhr und beziehen die Betten, gehen Einkaufen und dann gehts an den Strand!

Am Strand in Zoutelande

Was bietet Zoutelande?

Fußgängerzone Zoutelande

Zoutelande ist ein kleines Dorf, das aber auf Tourismus ausgelegt ist. Direkt am Dorfkern ist ein befestigter Deich, seitlich sind aber wunderschöne Sandstrände, von uns aus geht man keine 5 Minuten. Am Strand gibt es Duschen, WCs, eine Strandwacht und Cafés. Bis vor 2 Jahren gab es auch einen Eiswagen, der von unseren Kindern sehr vermisst wird.

In Zoutelande kann man gut essen gehen, es gibt einen Fahrradladen & – Verleih, Klamottenläden und inzwischen einen großen Supermarkt (Emté) Richtung Westkapelle und eine Eisdiele ’n Ice, wo sich Abends lange Schlangen bilden.

Bunker Museum Zoutelande

Hauptbeschäftigung ist der Strand, man kann dort den ganzen Tag verbringen. Als Sightseeing waren wir dieses Mal in der alten Windmühle, die bei gutem Wetter Samstags geöffnet ist, dort kann man auch dort gemahlenes Mehl kaufen. Außerdem gibt es noch viele Bunker aus dem 2. Weltkrieg, die man So und Mi als „Bunkermuseum“ besichtigen kann. So kommt vor Ort auch automatisch immer etwas Geschichtsunterricht, weil die Kinder Fragen stellen.

Im Sommer gibt es viele Aktionen, von Beachvolleyball und Tanzwettbewerbe, Drachen steigen lassen, Hüpfburg am Strand bis hin zum „Ringrijden“, wo traditionell kostümierte Paare mit Kutschen Ringe stechen. Dienstags ist Touristenmarkt.

 

 

Ringrijden in Zoutelande

Fahrradtouren

Zeeland bzw. Walcheren bietet sehr viele Möglichkeiten für Fahrradtouren, da unsere Kinder keinen endlos großen Radius haben (ich aber auch nicht), sind unsere Touren bis maximal 12km pro Strecke, also insgesamt 24km.

Die Fahrradwege sind gut ausgeschildert und ausgebaut und man kann eigentlich überall hin mit dem Rad fahren. Unsere beliebtesten Ziele sind die kurze Tour nach Westkapelle an den Dünen lang (teilweise unter Bäumen) mit etwa 5km und die „lange“ Tour nach Vlissingen, die knapp über 11km lang ist und ebenfalls durch kleine Wäldchen geht. Diesmal waren wir auch mit dem Rad in Meliskerke an der Mühle, die leider anders als angegeben nicht geöffnet war. Auf der Strecke Richtung Vlissingen kann man auch gut in Dishoek stoppen.

Vlissingen, Middelburg & Veere

Vlissingen

In Walcheren gibt es auch einige Städte, die man wahlweise mit dem Rad oder dem Auto ansteuern kann. Vlissingen (engl. Flushing) hat einen Hafen und eine nette Altstadt, außerdem kann man dort die Fähre nach Zeeuws-Vlaanderen nehmen und das Highlight für unsere Kinder ist es, die Schleuse zu beobachten. Dieses Jahr waren wir zufällig dort, als eine neue Luxus-Yacht der Werft in die Nordsee geschleppt wurde. Auch besuchen wir in Vlissingen immer das „Tilly Rose“ Café, wo die Kinder „High Tea“ und man schön neben der Kirche sitzt. Einkaufen kann man auch gut in Vlissingen, es gibt kleine Läden und ausserdem kann man Lebensmittel im Albert Heijn XL kaufen.

Besonders spannend fanden wir auch, von Vlissingen aus auch die Lotsenschiffe (Pilots) zu beobachten, die mit hoher Geschwindigkeit zu den großen Schiffen fahren und dann Personal über setzen.

Middelburg

Ich mag Middelburg am Liebsten, es ist eine wunderschöne Stadt mit Kanälen und weißen, süßen Häuschen und einer sehr großen Fußgängerzone mit vielen kleinen Läden. Besonders ich als Mama kann dort besser Shoppen als in vielen deutschen Großstädten. Man findet uns immer bei Si-Sa-Soep, wo es Kinderkleidung, Spielsachen und auch Frauenkleidung gibt, die Kinder finden dort eigentlich immer etwas und ich auch. Die Kleidung ist bunt und meistens skandinavisch, also genau unser Ding. Ein paar Häuser weiter ist ein recht neuer Laden Bibs, dort bekommt man ökologisches Spielzeug, viel aus Holz und Stoff oder auch aus Recycling Produkten. 

Middelburg lädt zum Bummeln ein, es gibt auch eine alte Abtei und sehr viele Restaurants und Cafés.

Veere

Veere ist ebenfalls eine alte Stadt und am Wasser gelegen. Man findet einen alten Hafen und die Kirche ist eine Art Festung. Auch hier gibt es viele kleine Cafés und Restaurants und man kann sehr schön Bummeln.

Domburg
Mit Kindern am Strand in Zoutelande

Für mich ist Zoutelande eher der Familienort und Domburg der „mondäne“ Ort, eine Art Düsseldorf in der Niederlande, schicker und teurer. Der Strand in Domburg geht am kompletten Ort entlang, es gibt viele Läden (auch teurere) und Essen von teuren Restaurant bis hin zur Pommesbude. Hier gibt es auch einen kleinen Albert Heijn Supermarkt. In den Dünen steht als beliebtes Fotomotiv eine Mondriaan Bank.

Westkapelle

Westkapelle ist der Nachbarort und ebenfalls klein und niedlich. Dort gibt es ein kleines Museum und bis heute sind einige Folgen des Kriegs deutlich. Auf dem Deich steht auch noch ein Panzer und am Museum ein Boot. Außerdem kann man sowohl den kleinen Leuchtturm auf dem Deich als auch den großen Leuchtturm (auf dem Dach der Kirche) besichtigen. Dort erfährt man auch viel über das System der Leuchttürme, für unsere Kinder war es ein Highlight.

Der Leuchtturm in Westkapelle
Auf dem Leuchtturm in Westkapelle Schiffe gucken
Weitere Ziele

Man kann auch auf die nächsten Halbinseln/Inseln fahren, zum Neeltje Jans und über die Deltawerke, was die Kinder wahnsinnig spannend fanden. Wenn man Richtung Zeeuws-Vlaanderen fährt (Westerscheldetunnel), kann man auch einen Tagesausflug nach Brügge in Belgien machen.

Aber das Wetter in Holland?

Ich höre oft, dass viele unbedingt in den Süden möchten im Sommer, damit sie gutes Wetter haben. Wir sind nun seit 2013 jeden Sommer in Walcheren und hatten bisher nie Pech mit dem Wetter. Zoutelande preist an, dass sie die meisten Sonnenstunden der Niederlande hätten. Dieses Jahr war es beinahe zu warm mit bis zu 36 Grad, da war es nur noch in der Nordsee auszuhalten. Dieses Jahr gabs auch keinen Regen, sonst hat es meistens mal Nachts geregnet. Ich mag die sonst nicht so extrem hohen Temperaturen, 24-26 Grad Celsius sind ausreichend für den Strand, aber man kann noch aktiv sein und Fahrrad fahren oder durch die Dünen spazieren gehen.

Organisatorisches

Da Walcheren sehr gefragt ist, empfiehlt es sich, frühzeitig zu Buchen. Wir mieten das Ferienhaus immer ein Jahr im Vorraus, da es für dortige Verhältnisse noch bezahlbar ist. Ferienhäuser in der Hauptsaison kosten etwa 800-1500€, je nach Größe, Lage und Ausstattung. Man kann über den VVV (Tourismusbüro) mieten, aber auch über größere Anbieter. In Zoutelande gibt es Häuser im Dorf und im Ferienpark Het Kustlicht.

Einen Geldautomaten findet man im Emté, dort ist auch eine Drogerie/Apotheke. Ein Arzt ist ebenfalls vor Ort, das nächste Krankenhaus ist in Vlissingen.

Mitbringen sollte man Sonnenmilch und Handtücher für den Strand, je nach Ferienhaus sind Bettwäsche und Handtücher inklusive. Die meisten niederländischen Ferienhäuser haben keinen Backofen, nur eine Mikrowelle.

Am Strand kann man Strandkabinen wochenweise mieten. Sonnenmilch nach Kaufen kann man zu normalen Preisen in den größeren Städten in Drogerien.

Meinem Eindruck nach sind sowohl Waschpulver als auch Spülmaschinentabs in der Niederlande teurer, diese bringen wir nach Möglichkeit mit. Auch Pampers sind etwas teurer. An Babyprodukten gibt es eine gute Auswahl, auch Milch von Hipp kann man im Supermarkt kaufen.

Da Zoutelande ein Touristenort ist, sprechen die meisten Menschen vor Ort sehr gut Deutsch. Ein paar Redewendungen auf Niederländisch schaden trotzdem nicht 😉 Im Strandcafé in Nieuwvliet damals konnte ich nur auf Niederländisch bestellen.

Windmühle Zoutelande

Habt Ihr noch weitere Tipps? 

* Werbung unbezahlt und unbeauftragt, wir haben die Reise und alles selbst privat gezahlt. Wegen Orts- und Markennennungen handelt es sich aber um Werbung. Es sind alles meine persönlichen Empfehlungen und wurden nicht beauftragt oder gesponsert. 

 

3 Gedanken zu „Urlaub mit Kindern in Zoutelande, Walcheren“

  1. Oh, ich würde auch gerne an die Nordsee! Wir sind dieses Jahr gar nicht weggefahren, hat irgendwie nicht gepasst. Aber die Nordsee in den Niederlanden ist so nah, ich hab das schon für nächstes Jahr „angefragt“ bei der Familie, aber da wir eine sehr unklare Jobsituation haben, müssen wir wohl mal gucken, wie das nächstes Jahr mit Urlaub aussieht… Ich merk mir mal die Empfehlung für die Gegend, das hört sich für uns genau richtig an. 🙂

    1. Vielleicht mal ein Tagesausflug? Das lohnt sich auf der kurzen Strecke schon, ich hab das vor zig Jahren mit Freunden gemacht, um 7 Uhr los, gegen 10 vor Ort, Tag am Meer verbracht und nach dem Abendessen zurück. Also wenn man ein gern autofahrendes Kind hat, natürlich nur. Ich drücke Euch die Daumen, Eure Jobsituation klingt wirklich doof. Hoffentlich löst sich das bald positiv auf! Liebe Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.