Einschulung des Mittleren

Werbung ohne Auftrag* Letzten Donnerstag war es so weit, der 1. Schultag und somit die große, feierliche Einschulung unseres 2012 geborenen Mittleren stand bevor. Für uns Eltern war es schon etwas mehr Routine als beim Großen damals, wir wussten, was uns erwartet und wie der Tag ablaufen würde. So dachten wir jedenfalls. Der Mittlere freut sich seit Monaten auf die Schule, er wurde an der Wunschschule als Geschwisterkind angenommen.

Schultüte, Tornister und das Einschulungsgeschenk

Anfang der Ferien kam dann auch der Brief, welcher Klasse er zugeteilt wird. Wir haben mit Freude gelesen, dass er mit den gewünschten Kindern in eine Klasse kommt und auch der von uns erhofften Klassenlehrerin zugeteilt wurde. Den Schulranzen hatte er im Frühling ausgesucht, viel Besuch eingeladen und die Feier geplant. Der große Tag konnte also kommen. 

Die Nacht vor der Einschulung

Er war ohnehin sehr aufgeregt. Die Aufregung wurde immer größer, wir haben alles vorbereitet, die Schultüte war bereit und wir haben Abends noch gebacken und er hat sein Lieblings-T-Shirt rausgesucht. Der Mittlere war so aufgeregt, er konnte absolut nicht einschlafen. Er ging immer wieder zur Toilette. Gegen 23 Uhr hat sich der Papa dazu gelegt, damit er kuschelnd einschlafen kann. Das hielt aber nur kurz an. Sagen wir es so, die Nacht war schlimmer als jegliche Nacht mit Säugling, die wir erlebt haben. Der Mittlere hat kaum geschlafen, wir entsprechend auch nicht.

Der Morgen des 1. Schultags

Geschwistertüten und eine Mini-Schultüte fürs Kuscheltier des Kleinsten

Morgens schlief der Mittlere dann doch tief und fest und wir mussten ihn leider wecken. Er war todmüde und fühlte sich warm an, aber hatte nur leicht erhöhte Temperatur. Sein Bein tat ihm weh und er war appetitlos. Schon da wollte er seinen Freunden absagen und nur Großeltern zur Einschulung. Ich habe also Bescheid gegeben, dass wir uns ggf. noch mal melden, es aber eher nach Ruhe aussieht. Schlafmangel und riesige Aufregung schlagen mir auch immer auf den Appetit und die Psyche.

Einschulungsgottesdienst

Immerhin regnete es nicht wie angekündigt. Warm war es dennoch nicht, also ging es mit Jacke über seinem Lieblingsshirt in die Kirche. Die Schule ist katholisch, bei den Einschulungen ist der Gottesdienst meistens ökumenisch in der katholischen Kirche. Umso größer war unsere Freude, als dann unsere eigenen Pfarrerin vorne stand. Der Einschulungsgottesdienst war wie all ihre Kindergottesdienste aktiv und kindgerecht, mit Bewegungsspiel und einem Raben, der nicht in die Schule gehen wollte. Allerdings fehlte Beteiligung der Schule und der katholische Priester stand sehr im Hintergrund. Es fühlte sich also für uns alles gewohnt evangelisch an.

Kurze Pause Zuhause

Wir waren dann noch mal kurz Zuhause, einen Kaffee trinken, der Mittlere ging spielen und fragte mehrfach, wann es denn endlich weiter gehe. Appetit hatte er weiter nicht, Temperatur etwas warm, aber weiter kein Fieber, keine weiteren Symptome, nur müde. Inzwischen hatten wir festgestellt, dass ihm mindestens 5 Stunden Schlaf fehlten.

Zum ersten Mal in die Schule

Um 10:15 ging es in der Schule weiter, in der Turnhalle wurden die neuen Erstklässler von ihrer Patenklasse begrüßt, es wurde gesungen und getanzt. Der Mittlere machte zu unserer Beruhigung begeistert mit, wirkte fröhlich und aktiv. Von ihren jeweiligen Paten gab es eine Kette, damit sie sich auf dem Schulhof dann erkennen. Denn in den ersten Wochen werden sie von ihren Paten begleitet und nach Schulschluss auch wieder ans Tor gebracht bzw. den Eltern übergeben.

Die Kinder gingen dann zu ihrer ersten Schulstunde in die Klasse und die Lehrerin der 4. Klasse erklärte noch viele allgemeine Dinge. Für uns war es nicht neu, dass Eltern bitte nicht im Halteverbot parken sollen und sonstige Infos, wie es abläuft.

Unser Großer und eine Klassenkameradin ebenfalls mit Geschwisterkind wurden für die Feier übrigens runter geschickt, damit sie dabei sein konnten. Das freute natürlich alle.

Die 1. Schulstunde

Die Kinder wurden nach der Stunde wieder auf den Schulhof gebracht. In der Zwischenzeit hatte es ein Elterncafé gegeben und es wurde ein Schultütenmandala gelegt.

Der Mittlere berichtete, dass sie gemalt hätten und dass es gut war. Dann durften wir Eltern auch einmal rein in die Klasse, Fotos machen, den Platz ansehen. Er sitzt nun schräg hinter seinen Freunden, die Plätze waren alle schnell vergeben.

Schultüte auspacken!

Wieder Zuhause durfte er endlich die Schultüte und somit seine Geschenke auspacken. Er war absolut begeistert, dass er „so viel!“ bekommt und das Hauptgeschenk, seine eigene Kamera war der Volltreffer. Er hatte sich nämlich sein Tagen gefragt, was sein Geschenk sein würde. Er hat dann noch etwas Lego aufgebaut, wollte aber nichts essen und wurde immer stiller.

Als wir fragten, ob er Mittagsschlaf machen wollte, bejahte er. Den letzten Mittagsschlaf hat er vor vermutlich 3 Jahren gemacht. Weiter hatte er erhöhte Temperatur und nun auch etwas Kopfschmerzen und sein Bauch täte etwas weh (auf der Skala 1 von 10). Er ging also ins Bett, der Papa legte sich dazu und der Mittlere schlief ein. Der Besuch ging nach nur etwas Suppe nach Hause. Das geplante Kaffeetrinken fiel aus und dem Opa, der nach der Arbeit kommen wollte, haben wir abgesagt.

Unser kleiner Fotograf testet seine Kamera

Wo sind denn alle hin?

Als der Mittlere nach 1,5 Stunden wieder wach wurde, wunderte er sich, wo denn alle hin seien. Er wirkte deutlich fitter und mit jeder Stunde sank auch seine Temperatur, es kam etwas Appetit wieder, aber er hatte noch Kopfschmerzen. Übel schien ihm aber nicht zu sein, er hat von Oma gebackene Schultütenktekse gefuttertert. Er knabberte also Salzstangen und hat später auch Actimel und Käse gewollt. Eigentlich gab es extra zur Einschulung Kuchen in Schultütenform.

Die ersten Hausaufgaben

Fotos wollte er auch keine machen, fing aber an, immer aktiver zu spielen. Gegen 19:30 war er dann endgültig wieder richtig fit, nicht mal mehr müde und spielte laut mit seinem großen Bruder. Hausaufgaben hatte er auch zwischendurch erledigt, sie sollten ihre Schultüte ausmalen und gute Wünsche ihrer Gäste zur Einschulung sammeln.

Der erste richtige Schultag

Das erste Morgens mit dem großen Bruder zur Schule gehen

Abends schlief er gut ein, schlief die Nacht durch und ist dann Freitag bestens gelaunt und topfit zu seinem 1. richtigen Schultag gegangen. Wie von uns die ganze Zeit gehofft und vermutet, war es wirklich nur die Aufregung. Wenn er wirkliche Symptome oder Fieber gehabt hätte, wären wir selbstverständlich statt Einschulung Zuhause geblieben. Uns tat er nur so leid, dass er seinen großen Tag nicht so wirklich genießen konnte.

Leider lief der Tag nicht ganz optimal, er hat seine Hausaufgaben „vergessen“ (= er wusste nicht mehr, dass sie in der Eckspannmappe waren), hat seine Zeichenblöcke in der A3 Mappe nicht gefunden und dass seine Hefter schon unter dem Tisch lagen, hatte er ebenfalls in der Aufregung vergessen. Außerdem hatte die Schule einen Druckfehler im Infoblatt. Darauf standen 4 Stunden, er hatte aber nur 3 Stunden, so dass er und einige andere Kinder die 4. Stunde in der Patenklasse betreut wurden. Aber er fand seinen Schultag gut.

Nachmittags hat er aber dann auch begeistert die Fotos der Einschulung nachgeholt, damit es später eine Erinnerung an diesen wichtigen Tag gibt.

Habt Ihr auch ein frischgebackenes Schulkind? Wie sind überhaupt Eure Einschulungen gelaufen? Hättet Ihr Tipps gegen seine riesige Aufregung gehabt? 

*Werbung unbezahlt und unbeauftragt, Markennennung, Verlinkung auf eigene Artikel und erkennbare Marken auf Fotos. Wir haben alle Produkte selbst gekauft oder privat geschenkt bekommen. Es gibt keinen Auftrag und keine Beeinflussung von Firmen. 

 

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