London mit Kindern 2018 – wir mieten ein Haus

Werbung ohne Auftrag* Jetzt sind die Sommerferien schon bald 2 Wochen vorbei, die Einschulung liegt hinter uns, der Kindergartenstart und der 9. Geburtstag des Großen. Diesen Sommer waren wir wieder recht spontan in England, der Hausherr hat dort oft beruflich zu tun, wenn Ferien sind, fahren wir gern auch. Im November fährt er übrigens alleine (ich bin neidisch). Da wir wieder kein Familienzimmer in unserem Lieblingshotel bekommen haben, haben wir diesmal über Airbnb ein kleines Häuschen gemietet. Das Haus lag in Ealing, etwa auf halber Strecke zwischen Heathrow und Innenstadt. Zur Tube-Station Northfields war es dennoch ein Fußmarsch, dafür lag das Haus schön ruhig in einer „echten“ Wohngegend.

Ein Häuschen in London

Auch im Sommer 2017 waren wir in Großbritannien (meine Beiträge über London, Edinburgh & Liverpool verbergen sich hinter den Städtenamen), diesmal ging es zunächst für eine Woche nach London. Da die Kinder London schon grundsätzlich kennen und wir letzten Sommer nicht alles geschafft haben, gab es schon einige Pläne. Im Voraus gebucht hatten wir den Mietwagen ab Montags und Tickets für Highclere Castle alias Downton Abbey, da diese schnell ausgebucht sind. Wir sind nach Heathrow geflogen und mit dem Taxi nach Ealing.

Klavierliebe

Das Häuschen war klein, schön und niedlich. Ich habe mich besonders ins Klavier verliebt, den kleinen Garten haben wir allerdings kaum genutzt. Erst waren zuviele Wespen da wegen der Pflaumen, dann war das Wetter nicht so warm und die Kinder wollten, wenn wir mal da waren, lieber in ihrem großen Zimmer spielen.

Morgens im Londoner Kinderzimmer

Nach kurzer Überlegung haben wir den Kindern den großen Master Bedroom überlassen, da wir ein Schlafzimmer nur zum Schlafen nutzen und sie auch Spielen, außerdem hatten wir so Wohnzimmer und Esszimmer als spielzeugfreie Zone. Vorteil eines Hauses ist eben der Platz und die Möglichkeit selbst zu kochen.

Samstag & Sonntag: Einleben und Buckingham Palace

Samstags waren wir nur in einem Shoppingcenter (Westfields) und wollten eigentlich den geliehenen Buggy abholen, der aber nicht da war. Außerdem haben wir Vorräte eingekauft und waren bei einem Wagamama essen, der in einer ehemaligen Feuerwache lag, die Kinder entdeckten etliche Details wie auch Rutschstangen und Feuerwach-Turm.

Sonntag Morgen freuten die Kinder sich über den Fernseher in ihrem Zimmer und CBeebies. Mittags war unser Termin für den Buckingham Palace (vorher Buchen!), leider kamen wir genau zu Changing the Guards und kamen später als geplant. Die Tickets hatten wir zur vor Ort Abholung gebucht, ich rate zum selbst Ausdrucken, da wir in einer langen Schlange standen. Nach der Sicherheitskontrolle waren wir dann drin.

Unser neues Haustier: Corgy Monty aus dem Buckingham Palace

Man darf keine Fotos machen, der Buckingham Palace war auf jeden Fall beeindruckend (zusätzlich, weil wir gern The Crown gucken), auch für die Kinder. Im Sommer gab es den Family Pavillon, wo die Kinder einen kurzen Porträt-Zeichenkurs bekamen. Auf dem Gelände konnten wir dann auch vergünstigt Tickets für Windsor Castle kaufen.

Montag in Oxford

Montagmorgen konnte der Hausherr das gemietete Auto abholen. Der Große darf schon ohne Kindersitz fahren, der Mittlere hatte seinen Trunki Boostapak dabei und für den Kleinen haben wir einen Kindersitz gekauft, da das günstiger war als Mieten. Unser erster Ausflug ging nach Oxford, wo wir bummelten, zu Wagamama gingen und uns von Aussen viele der wunderschönen alten Unis angesehen haben. Inzwischen hatten wir auch den Anruf bekommen, dass unser iCandy Peach (* Beitrag enthält Werbung) nun da sei und wir ihn abholen könnten. Nun waren wir also endlich mit Buggy unterwegs.

Dienstag: Natural History Museum & Highclere Castle

Dienstag sind wir erst mal in die Stadt zum Natural History Museum, wo letzten Sommer die Schlangen endlos waren. Diesmal kamen wir ohne Wartezeit ins Museum. Es wird um Spenden gebeten, Eintritt kostet es keinen. Als erstes sind wir mit den Massen zu den Dinosauriern, es gibt einen T-Rex, der sich bewegt und Geräusche macht. Der Kleine hat sich gegruselt, die Großen waren beeindruckt und begeistert. Generell fanden wir das Museum sehr interessant und spannend, allerdings eben auch sehr voll.

alleine das Gebäude schon ist beeindruckend
Schlafender Dino mit Atembewegung und zuckendem Schwanz
Eingang von Highclere Castle

In der Mittagszeit haben wir uns dann auf den Weg zum Highclere Castle gemacht. Für mich war es schon vorher das Highlight der Englandreise und ich war schon etwas aufgeregt. Den Jungs hatten wir eine halbe Folge Downton Abbey gezeigt, damit sie wissen, weshalb wir dort hin fahren. Anders als von anderen angekündigt, war es nicht zu voll (mir wurde geraten, für Nachmittags Tickets zu kaufen und nicht sofort zur ersten Einlasszeit zu kommen). Auch hier durfte man drinnen keine Fotos machen. Es sah alles exakt aus wie in der Serie, nur kleiner und dadurch viel gemütlicher, es war anders als ich gedacht hätte, ein richtiges Zuhause. Man kann sich gut vorstellen, wie die Familie Carnarvon dort lebt. Auch die Schlafzimmer aus Downton Abbey kann man besichtigen, eigentlich alles, was in der Serie „Upstairs“ ist. Im Haus verteilt stehen auch Bilder von Dreharbeiten.

Danach waren wir noch länger im Park unterwegs und auch im Café und im Shop. Die Scones und der Kuchen waren auch sehr lecker und wir haben viele Fotos gemacht, es wurde nämlich schnell leerer, da Reisegruppen nur eine bestimmte fixe Zeit dort sind. Wider Erwarten hatten wir auch Traumwetter.

Der Besuch dort hat auf jeden Fall nicht enttäuscht, für mich war es ein erfüllter Traum.

Mittwoch: Science Museum & Windsor Castle

Im Science Museum

Wie letztes Jahr waren wir auch wieder im Science Museum in London. Auch hier ist der Eintritt frei, man wird aber um eine Spende gebeten. Besonders interessant fanden unsere Kinder wieder den Weltall-Bereich und die Fahrzeuge, aber neu entdeckt haben wir einen interaktiven Bereich zur Umwelt. Diesmal war keine Sonderausstellung, die uns interessiert hätte. Im Oktober startet wieder eine für die Jungs spannende Ausstellung. Es lohnt sich auf jeden Fall immer zu schauen, welche Ausstellung (die dann kostet) läuft.

Nachdem wir vorher schon Montag einmal kurz in Windsor waren, die Schlange am Castle aber bis zur Strasse ging, sind wir Nachmittags wieder nach Windsor. Diesmal standen dort keine Menschenmassen und wir konnten das Castle besichtigen. Da es eine echte Burg ist, fanden es auch die Kinder deutlich spannender als Herrenhäuser. Eine nette Mitarbeiterin zeigte vorher und nachher Bilder vom furchtbaren Brand, was für die Kinder interessant war. Noch toller fanden sie aber die vielen Rüstungen und Schwerter. Nach dem Castle sind wir noch etwas durch Windsor gebummelt.

Unterwegs in Windsor auf Kopfsteinpflaster

Donnerstag in London: HMS Belfast & Bummeln

HMS Belfast

Diesmal waren wir mit dem Buggy und der Tube unterwegs, auf dem Weg waren wir spontan auf einem tollen Spielplatz mit „Geländewagen“. Die Großen wollten am Tower vorbei (dort waren wir letztes Jahr) und über die Tower Bridge.

In London am Tower & Tower Bridge

Erst waren wir wieder Mittagessen (Wagamama ist bei uns eine sichere Nummer, gibt es überall und alle mögen das Essen in unserer Familie), dann bin ich mit den Großen wie schon vor einem Jahr versprochen auf die HMS Belfast gegangen. Die HMS Belfast ist ein ehemaliges Militärschiff im Krieg und liegt in London fest vor Anker und kann besichtigt werden. Es gibt keine offizielle Altersangabe, man sollte aber fit zu Fuß sein, für Kleinkinder finde ich die Leitern und Böden nicht gut geeignet.

Auf der Brücke der HMS Belfast

Man sieht den OP, kann in den Maschinenraum, sieht, wie die Kanonen funktioniert haben und wie überhaupt das Leben der Besatzung auf dem Schiff war. Als Foto-Highlight kann man auf der Kommandobrücke Platz nehmen. Der Kleine war neidisch an Land mit Papa und die Großen begeistert. Wenn der Kleine älter ist, ist es für ihn sicher auch spannend.

 

 

Navigator und Captain

Freitag: unser letzter Londontag

Gleis 9 3/4

Den Freitag haben wir entspannt begonnen. Unsere Kinder brauchen für sich auch Spielzeit jeden Tag und nicht nur Programm. Wir sind dann Tube gefahren, am Piccadilly Circus vorbei gebummelt und hatten als Ziel, dass der Große „Gleis 9 3/4“ besuchen kann. Am Kofferwagen von Gleis 9 3/4 war viel los, im Shop auch, dennoch haben die Jungs sich Zauberstäbe ausgesucht und sich alles angesehen. Der Kleine hat endlich seinen Wunsch nach einer „Baby-Häääädwig“ erfüllt bekommen, der Große hatte sich in Oxford vom Taschengeld eine Hedwig gekauft. Generell sind wir am Freitag einfach zu Fuß ganz viel durch London gelaufen.

Daher waren die Jungs Abends froh, als wir im Haus zurück waren und sie einfach spielen konnten.

Samstag: Tschüß, London, wir fahren aufs Land

Samstag Morgen haben wir dann alles gepackt und aufgeräumt. Wir durften etwas länger im Haus bleiben, so dass es sehr entspannt war. Bevor wir gefahren sind, mussten wir noch den Buggy zurück bringen und waren ein letztes Mal einkaufen, da es am Nachmittag aufs Land, in die Cotswolds ging. Das Klavier hätte ich am liebsten mit eingepackt. So haben wir London dann am frühen Nachmittag verlassen.

Wie es in den Cotswolds war, lest Ihr im nächsten Teil!

Ein paar Reisetipps für London

In London bietet es sich an, sich mit Bus und Tube fort zu bewegen. Dafür braucht man eine Oyster Card, die man sowohl online als auch an den Stationen aufladen kann. Kinder fahren mit Erwachsenen kostenlos. Wenn man den ÖPNV benutzt, sollte man beachten, dass viele Bahnhöfe keinen Fahrtstuhl haben, daher muss man ggf. Kind plus Buggy trafgen. Hier ist ein kleiner leichter Reisebuggy oder eine Babytrage von Vorteil.

In den meisten Castles, Herrenhäusern etc. ist Fotografierverbot, Bilder kann man als Postkarten erwerben oder das Guide Book. Die Eintrittspreise sind relativ hoch, eigentlich kamen wir als Familie immer knapp über 60 £. Die Museen kosteten dafür keinen Eintritt. Um Steuern zu Sparen, bieten viele Sehenswürdigkeiten an, die Eintrittskarte als „Spende“ zu erwerben und dafür gibt es oft einen Bonus, wie einen kostenlosen Wiederbesuch oder einen Rabatt für eine andere Sehenswürdigkeit. Wenn man Tickets im Voraus kauft, würde ich immer den eigenen Ausdruck empfehlen und nicht an der Sehenswürdigkeit abzuholen, da man dann ggf. mehrfach Schlange steht. Auch sollte man Zeit (und die Taschen) für Sicherheitskontrollen einplanen. Oft dürfen große Taschen nicht mitgenommen  werden.

* Werbung unbeauftragt, unbezahlt, ich nenne das Reiseziel und was wir erlebt haben. Wir haben alles selbst bezahlt (Reise, Flüge, Eintrittsgelder etc.). Marken- und Ortsnennungen sowie auf Bildern erkennbar. 

 

3 Gedanken zu „London mit Kindern 2018 – wir mieten ein Haus“

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