England mit Kindern – the cotswolds

Werbung ohne Auftrag* Diesen Sommer waren wir viel auf Reisen, in der Niederlande, in Berlin und dann erst in London und bis zu unserem Rückflug blieben uns noch 3 Tage. Zum Ferienende sind die Flugpreise meistens sehr hoch und zu fünft rechnen wir dann schon mit. Wie letztes Jahr sind wir also am letzten Ferientag erst zurück geflogen. Wir haben dann überlegt, was wir die drei Tage noch machen, zu weit vom Flughafen wollten wir nicht weg. Letztes Jahr war die Rückfahrt aus Liverpool nach Heathrow extrem knapp. Mein Mann kam auf die Cotswold. Ich kannte sie aus Romanen, hatte aber kein wirkliches Bild vor Augen. Wir haben also nach einem Häuschen gesucht und wurden wie auch für London bei Airbnb fündig. Ein kleines Haus an einem ganz alten „Manor“ auf Farmgelände.

Wie kommt man in die Cotswolds?

Von Heathrow aus ist es überhaupt nicht weit, zumindest bis zum östlichen Rand, wo wir das Haus gebucht hatten. Es waren von unserem Haus in London etwa 1 1/4 Stunde Fahrt bei mäßigem Verkehr. In den Cotswolds sollte man immer etwas mehr Zeit einkalkulieren für Fahrten, da die Strassen eng und kurvig sind durch wunderschöne Landschaft. Es bietet sich von Deutschland aus an, nach Heathrow zu fliegen oder mit dem Eurostar Zug nach London St. Pancras.

Unser kleines Häuschen

Haus in den Cotswolds

Das Haus hatte super gute Rezensionen und sah vielversprechend aus. Es war dann auch exakt so wie beschrieben und hatte die Ausstattung, die wir für uns brauchten. Als nettes Detail waren auch Basics eingekauft, Butter, Milch, Eier und Brot. Kaffeepulver und Tee waren auch vorhanden. Denn das Haus lag mitten auf dem Land, die nächste Stadt etwa 15-20 Minuten mit dem Auto entfernt.

Wir haben alle die Fensterbänke geliebt

Auch, wenn man dort Wandern gehen möchte, ich würde dringend einen Mietwagen empfehlen oder das eigene Auto mitbringen (Fähre nach Dover). Die Kinder hatten ein großes Zimmer im Erdgeschoss mit eigenem Bad (und einer Tür zum Flur, so dass sie aus dem Wohnzimmer auch nichts hörten), wir haben das Schlafzimmer oben genommen, ebenfalls mit Bad. Dazu gab es einen großen Wohn-Ess-Raum mit „Woodburner“ (Kamin). Alles sehr heimelig und auf den breiten Fensterbänken saßen wir alle gern zum Lesen und das Manor House bewundern.

Der erste Nachmittag

Wir wurden von den „Housesittern“ herzlich begrüßt, da die Eigentümer im Urlaub waren. Dann haben wir schnell ausgepackt, groß eingekauft hatten wir noch in London. Da die „Walks“ groß angepriesen waren, sind wir also los marschiert. Das Wetter kippte langsam und wir stellten als erstes Fest, dass unser Schuhwerk eher suboptimal fürs Land war, nicht ohne Grund läuft dort beinahe jeder in Hunter Gummistiefeln herum und es parken überall Land Rover.

das ist ein offizieller „footpath“

Wir sind also los gegangen, über einen Trampelpfad am Feld quer über das Grundstück, sind an den 5 Dorf-Häusern vorbei und wurden dann von einem netten Einwohner in die Richtung des Pfads geschickt. Es ging durch ein Tor über ein Feld, wo wir dann diverse Schafe getroffen haben. Einen „Weg“ gab es nicht. Schilder seit dem Schild an der Strasse im Dorf: Fehlanzeige. Wir sind also munter weiter marschiert, wieder über Tore geklettert (da sind so Kletterhilfen) und dann quer über das nächste Feld. Es gab zwar ein Hinweis, dass es ein „Footpath“ sei, aber leider nicht, wohin man gehen sollte. Ein Hoch auf die Ortungsfunktion des iPhones. Inzwischen regnete es, aber zumindest Regenjacken hatten wir dabei. Der Kleine liess sich von Papa tragen. Wir sind irgendwann einfach nur noch grob in die Richtung unseres Hauses marschiert, wieder an einem Feld entlang und dann an der Strasse. Für die Jungs das absolute Abenteuer!

Da alle müde und nass waren, sind wir Abends noch mit dem Auto durch die wunderschönen Dörfer in ein etwas größeres Dorf und kurz in den Supermarkt, die vergessenen Dinge kaufen. Nach dem Essen sind wir alle recht schnell todmüde ins Bett gefallen.

Der zweite Tag: auf Harry Potters Spuren

Rainy Day & Milky Tea

Am Sonntag haben wir den Tag relativ ruhig begonnen. Die Kinder spielten fröhlich und wir haben getrödelt. Leider regnete es beinahe pausenlos und heftig. So überlegten wir, dass wir noch mal nach Oxford fahren könnten und dort in das Christ Church College die „große Halle von Hogwarts“ ansehen. Also fuhren wir nach Oxford, wo es diesmal sehr voll war, trotz des absoluten Mistwetters. Der Hausherr hatte nachgesehen und das College sollte von „10-17 Uhr“ geöffnet sein.

Nasse Füße im Christ Church College Oxford

Kurz vor 1 kamen wir pitschnass an, auch mein Regenmantel sog das Wasser an den Ärmeln ein. Leider hatte er sich verguckt, sie machten um 14 Uhr auf. Wie jeden Sonntag. Wir waren also noch eine Stunde in einem Café und sind dann in das College. Neu gelernt habe ich, dass „Alice in Wonderland“ eine echte Alice war, sie wuchs dort im College auf. Die „große Halle“ war noch nicht so voll und sehr beeindruckend. Der Große machte direkt Fotos, die er seinen Freunden schicken wollte.

Die große Halle von Hogwards (alias Christ Church College Oxford)
Bourton-on-the-Water

Es wurde dann etwas trockener, so dass wir noch auf einen Tipp hin nach Bourton-On-The-Water gefahren sind. Es liegt wörtlich „auf dem Wasser“, man geht direkt am Wasser lang, viele Brücken und Kinder spielten barfuß oder mit Gummistiefeln im Wasser. So ein wunderschönes Örtchen mit den typischen Cotswolds Steinhäusern. Abends haben wir dann im Haus noch ein Feuer im Kamin angemacht und der Papa hat vorgelesen.

 

Woodburner

Montag

Blenheim Palace

Am nächsten Tag haben wir wieder ruhig begonnen und sind dann zum weiteren Tipp gefahren, nach Woodstock in den Blenheim Palace. Der Palast ist imposant und berühmt dafür, dass er der Familie Churchill gehört und Winston Churchill dort geboren wurde. Eine extra Ausstellung befasst sich mit Winston Churchill und seinem Leben. Die Kinder fanden es zugegebenermaßen eher uninteressant, der Kleine rannte einmal durch.

Parkeisenbahn Blenheim Palace

Viel spannender fanden sie den Park und die dortige Parkeisenbahn. Wir sind dann also mit der Parkeisenbahn (50 Pence pro Person) zum Familienbereich gefahren. Das kam deutlich besser an.

Im Labyrinth

Zuerst waren wir im großen Labyrinth unterwegs, dann haben wir gepicknickt und die Jungs (und ich) haben uns im Bogenschießen versucht. Außerdem gab es auf dem Gelände eine Autoschau, wo sie „endlich“ einen Tesla von Nahem bewundern konnten und einsteigen (wir Eltern fanden auch die Oldtimer spannend, Autos aus jedem Jahrzehnt). (Tipp: man kann die Tageskarte in eine Jahreskarte tauschen).

Bogen Schießen
Ritterrüstung ausprobieren
Bourton-on-the-Water

Da das Wetter Montag endlich wieder besser war, sind wir noch einmal nach Bourton-On-The-Water gefahren und dort Kaffee trinken, Kuchen essen und bummeln. Diesmal war ein lustiges Fest, wo zwei Mannschaften im Wasser Fußball spielten und dabei absichtlich auch das Publikum nass spritzten.

Dienstag ab nach Hause

Noch schnell Postkarten verschicken

Dienstag mussten wir leider die wunderschöne Gegend und das kleine Häuschen verlassen und uns früh auf den Weg nach Heathrow machen, weil Mittwoch die Schule wieder begonnen hat und der Hausherr schon Abends wieder Termine in Köln hatte. Die Cotswolds sind definitiv eine Reise wert, wobei ich die Landschaft doch dem bergischen Land sehr ähnlich fand. Die Dörfer sind aber alle wunderschön, es fühlt sich an wie eine Zeitreise und es war wirklich überall alles pittoresk. Nirgends passte was nicht ins Bild.

* Unbezahlte, unbeauftragte Werbung. Wir haben die Reise selbst bezahlt. Ich bin weder gesponsert noch beeinflusst, es ist mein subjektiver Reisebericht mit eigenen Tipps und Ortsnennungen. 

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