Cannes mit Kindern – Reise in den Herbstferien

Werbung ohne Auftrag* Diesen Bericht könnte ich eigentlich beinahe bei einem Dialog belassen

Papa: Kinder, wollt ihr denn noch mal mit, wenn ich nach Cannes muss?

Kinder: Nee!

Denn kurz gefasst, mir hat es in Cannes auch überhaupt nicht gefallen. 

Warum nach Cannes

In unserem Fall war das Reiseziel nicht selbst ausgesucht und es war auch kein Familienurlaub. Der Hausherr muss regelmäßig zweimal im Jahr dort auf die Messe, seit Jahren schon. Ostern habe ich noch abgewehrt, da auch dort die Ferien lagen, aber im Herbst sollten wir dann auch reisen. Mein Mann arbeitet dort jeweils den ganzen Tag und ich bin mit den Kindern unterwegs. Im Herbst ist es an der Cote d’Azur noch recht warm und sonnig. Ein anderes Reiseziel ging also für die Herbstferien sowieso nicht. Da wir die Flüge so früh gebucht haben, waren unsere privaten Flüge noch sehr günstig, man fliegt nach Nizza.

Anreise in Nizza und die Wohnung

im Flugzeug

Nach der Landung in Nizza dauerte es ewig bis die Koffer kamen, dabei waren wir wegen Kindersitz (wir sind mit unserem Römer Eclipse geflogen) und Sitzplätzen in der letzten Reihe schon als letztes ausgestiegen. Irgendwann hatten wir dann alles Gepäck und wollten unseren Mietwagen wie gebucht (und bezahlt) am Terminal abholen. Da war keiner. Auch kein Telefon. Genauso standen dort andere Familien mit kleinen Kindern und Gepäck. Also in der Hitze mit Kindern und Gepäck zum Shuttlebus laufen (ebenfalls überfüllt und mehr Leute wollten damit fahren als Platz war und natürlich mussten wir darauf warten). Dann 10 Minuten bis zum anderen Terminal. Dort dann weiterer Fußmarsch (Kinder und Gepäck) zur Autovermietung. Mir reichte es im Prinzip da schon.

Immerhin klappte Wohnungsübergabe bei der Agentur und das Apartment war größer als gedacht, wenn auch in einigen Punkten seltsam. So gab es Bad und WC getrennt, aber im WC kein Waschbecken und im Bad kein WC. Oder eine Parkettbahn im Bad stand raus und mit Post-It markiert und mit Silikon gefüllt, statt das zu reparieren. Wir hatten Bettwäsche gebucht, bekamen aber nur Laken und Kissenbezüge. Für normale europäische Bettdecken in der Wohnung. Es gab auch keinen Wasserkocher. Die Wohnung an sich war ein netter Altbau mit hohen Decken und großen Fenstern und sogar einem kleinen Balkon.

Erster Tag in Cannes

Da das Wetter schön war und noch (später) Nachmittag sind wir erst mal an den Strand gefahren, vorher haben wir ein Handtuch gekauft, Schaufeln für die Kinder hatten wir natürlich dabei. Es wurde aber dann doch recht schnell kühler. Wir wollten noch Einkaufen und sind in einen riesigen Supermarkt, der irgendwie nicht logisch sortiert war und es gab auch nicht alles, was man erwarten würde (von laktosefreien Produkten halten sie dort wohl nichts). Die Kassiererin kam mit ihrer Kasse nicht klar, die gerufene Kollegin liess sich Zeit. Am Ende kamen wir nach über einer Stunde und im Dunkeln wieder aus dem Supermarkt.

Alleine mit den Kindern

Ab dem zweiten Tag haben wir nur noch im kleinen Supermarkt in der Stadt eingekauft, bessere Auswahl und besser organisiert. Die Wohnung lag doch zentraler als bei dem Preis gedacht, wenn auch auf einem Berg. Der Hausherr war den Tag unterwegs und die Kinder und ich haben die Stadt angesehen und sind meistens an den Strand gegangen. Wobei das Wetter irgendwann auch kippte. Ansonsten waren wir Zuhause spielen, denn irgendwie haben wir nicht wirklich etwas entdeckt, das man mit Kindern dort machen kann. Cafés waren sehr teuer (mein Mann war mit einer Kollegin Kaffee trinken, 18€), außerdem ist das nicht so das Ding unserer Kinder. Die Kinder und ich sind einmal zur Burg hoch, die aber geschlossen war.

Palmen und Strand

Die Kinder fanden die Palmen natürlich cool und sie freuen sich generell über Meer und Strand. Da ich keine Badesachen dabei hatte und keine wirklich gute Schwimmerin bin, konnten sie aber nur einmal im Mittelmeer Schwimmen, als der Papa dabei war. Wir haben also am Strand gepicknickt und sie haben im Sand gespielt, die Spielstrasse, Schaufeln und Autos hatten wir dabei und Sonnenmilch auch. Denn für Mitte Oktober war es noch sehr sonnig und die Sonne stark.

Normalerweise gibts für unsere Kinder gern Eis am Strand, in der Niederlande wird Eis dort zu normalen Preisen verkauft. Ich hatte jetzt keine große Lust ein Mini-Eis für 3€ pro Kind zu kaufen. Generell war mir deutlich zuviel Beton am und um den Strand.

Schiffe gucken & Monaco

Unsere Hauptbeschäftigung war es, Schiffe gucken zu gehen. Die Jungs waren begeistert von all den Luxusyachten und Segelbooten und einige Tage waren Kreuzfahrtschiffe in der Bucht und sie konnten schauen, wie ein Beiboot rein geholt wurde.

Einen Nachmittag hatte der Papa keine Termine und wir haben einen Ausflug nach Monaco gemacht, wo wieder Luxusyachten (eine mit Heli) und Luxusautos bewundert wurden.

Wir freuen uns auf Zuhause

Die Wohnung war schön und es war immerhin angenehm warm, wenn auch teilweise verregnet. Mein Ding war Cannes absolut nicht. Einseits sehr schicki-micki und gleichzeitig fand ich es einfach nicht schön, zuviel Beton und überhaupt. Prima war es, auch im Oktober noch mal in Sommersachen am Strand zu sein, mir gefallen aber Kreta oder Portugal deutlich besser.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich kaum Französisch spreche, aber ich fand wenig zu tun mit den Kindern. Wir sind auch in England oft alleine unterwegs, da mein Mann arbeitet, aber in Edinburgh oder Liverpool oder London haben wir immer spannende und tolle Museen und Sachen für Kinder gefunden. In Cannes shoppt man offenbar, was weniger unsere Beschäftigung ist. Die Strände in Holland gefallen mir auch besser. Krank war der Hausherr zwischendurch auch und wir sind alle mit Halsschmerzen zurück.

Umso mehr freue ich mich auf unsere nächsten Reisen, im November ein paar Tage Berlin und zu Ostern geht es zu meinem Geburtstag endlich wieder nach Irland.

Wie immer hatten wir bei der Flugreise den Babyzen Yoyo+ Buggy dabei. Die Großen hatten auch ihre Sitzerhöhungen als Rucksack, den Trunki Boostapak dabei, so dass wir keine Autositze mieten mussten.

 

*Werbung unbezahlt und unbeauftragt, Ortsnennung, Markennennung, erkennbare Marken. Selbst bezahlt. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.