Zeugnistag – Lust oder Frust

Werbung ohne Auftrag* Hier in NRW gab es heute am 31. Januar Zeugnisse. Für unsere Großen ist das nun das erste Zeugnis auf dem Gymnasium. Die Halbjahreszeugnisse bieten einen Eindruck, sind aber nicht versetzungsrelevant. Anders als in der Grundschule wusste er die meisten Noten vorher.

Gespräche zu den Noten

Positiv fand ich im Vorfeld, dass den Schülern offenbar meistens die Note und ihr Zustandekommen erklärt wurde. So gab es direkt die Information dazu, wo es eventuell hakt, was die Kinder verbessern können und was wirklich gut war. Den Zeitaufwand haben sich meine Lehrer damals nicht gemacht, im Normalfall erfuhr man nur schnell eine Note. Einzig mein Englischlehrer hatte Notizen zu jeder einzelnen Stunde und so konnte er die mündliche Note erklären.

Hoodiefriday am Zeugnistag – meine Schulzeit liegt etwas zurück

Anders als in der Grundschule

Wir und auch der Große sind froh über die größere Transparenz. In ziemlich allen Fächern war vorher schon klar, wie sich eine Note zusammen setzt. Das fehlte bei seiner Grundschullehrkraft leider. Denn im Gespräch mit anderen Eltern kamen ganz andere Informationen, wer da was missverstanden hat, liess sich nie klären. Wo bei unserem Großen angeblich, wie wir es verstanden haben, nur die schriftlichen Arbeiten zählten, haben andere Kinder offenbar doch durch mündliche Mitarbeit ihre Note deutlichst beeinflussen können. Die Grundschulzeit liegt zum Glück hinter ihm (seine Worte). In meinem ersten Fazit zum Gymnasium habe ich schon unsere positive Erfahrung mit dem Schulwechsel geschildert. Das Kind, das Schule hasste, geht plötzlich gern zur Schule und findet alle Lehrer toll. Auf dem Gymnasium gibt es auch nur eine Lehrerin, die zwei Noten vergibt, bei allen anderen Fächern sind es unterschiedliche Lehrer. Allein das schafft mehr Objektivität.

Ein schönes Zeugnis

Das erste Zeugnis auf dem Gymnasium ist nun von den Noten ähnlich denen der Grundschulzeit. Mit einem Unterschied: wir können alle Noten wirklich nachvollziehen und er ebenfalls. Er ist kein Überflieger, sondern guter Durchschnitt. Es besteht Luft nach oben, besonders die „befriedigend“ in Politik und Biologie sind etwas ärgerlich. Aber er weiß genau, was er tun muss, damit es nächstes Zeugnis eine 2 wird. Unser Großer freut sich sehr über sein Zeugnis und ist mit sich zufrieden.

Realistische Ansprüche

Wenn ich mich umhöre, sind sowohl der Große als auch seine Freunde mit ihrem Zeugnissen glücklich. Denn die Noten sind fair und die meisten Kinder haben eine gar nicht falsche Einschätzung, was sie gut können und was weniger. Ein „gutes“ Zeugnis muss nicht aus 1en oder 2en bestehen. Guter Durchschnitt wie unser Großer ist toll. Auch mal ein oder zwei Noten als Ausreisser sind doch okay. Manche Eltern auf Social Media und im weiteren Umfeld scheinen ihre Kinder aber für kleine Genies zu halten. Die Erwartungshaltung ist dann riesengroß, manchmal müssen die Kinder auch die Leistungen erbringen, die die Eltern eben nicht erbracht haben.

Der Große ist sehr zufrieden mit seinem Zeugnis – wir auch! Solides Mittelfeld und ein Glanzlicht in Musik

Freunde und Trost

Daher, auch, wenn ein Zeugnis vielleicht nicht der Grund für einen Freudentanz ist, etwas Positives findet sich doch meistens. Oder, wenn es völlig daneben ging, ist das Kind doch schon gestraft genug. Dann wäre vielleicht der Moment, einfach nur zu trösten und das Kind abzulenken.

Mittagssnack am Zeugnistag

Aussicht auf das zweite Halbjahr

Das Ziel unseres Großen ist aktuell, einfach diese Noten zu halten. Wie er sagt „der Anspruch steigt, also sind die gleichen Noten im Schuljahrszeugnis doch dann eine Verbesserung!“ womit er durchaus recht hat. Ich würde mich freuen, wenn er in Politik und Bio und einem Hauptfach eine 2 schaffen könnte. Aber wir sind mit diesem Zeugnis alle sehr glücklich! Außerdem zeigt es nicht nur bei ihm wie unverständlich die Einschätzung der Grundschullehrkraft war.

Orchesterklasse

Die 1 in Musik freut uns alle sehr. Er liebt Musik schon lange und spielt seit Jahren Harfe und ursprünglich Gitarre. Da Gitarre kein Orchesterinstrument ist und die Harfe leider nicht sonderlich mobil, beginnt im 2. Halbjahr eine neue spannende Erfahrung: er geht in die Orchesterklasse und lernt ein neues Instrument. Am Ausprobiertag hat er sich in die Bratsche verliebt und freut sich riesig. Sein Musiklehrer ist einer seiner absoluten Lieblingslehrer.

Ich bin auch einfach nur froh, dass unser Großer Erfolgserlebnisse mit Schule verbindet und nun gern zur Schule geht. Er blüht einfach wieder auf.

Und heute wird einfach nur entspannt und gespielt! Ferien gibt es in NRW nun leider nicht.

Wie waren die Zeugnisse bei Euch? Lust oder Frust?

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3 Gedanken zu „Zeugnistag – Lust oder Frust“

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