Mein Leben in Röcken und Kleidern – ich trage keine Jeans mehr

Werbung ohne Auftrag* Ich werde schon bei Instagram so oft darauf angesprochen, dass ich fast immer Röcke und Kleider trage und nie Jeans. Das war mal anders. Eigentlich habe ich ab Kindheit hauptsächlich Jeans angehabt. Röcke und Kleider waren eher selten mein Lieblingskleidungsstück. Selbst in den Schwangerschaften habe ich dann eben Umstandsjeans getragen. Normale Stoffhosen hatte ich auch nur wenige.

Veränderungen durch Schwangerschaften

Nach den ersten beiden Kindern habe ich zwischen Jeans und Röcken gewechselt, je nach Lust und Laune. Meine Auswahl an Jeans war groß, von Bootcut bis etwas enger. Meine Lieblingsjeans waren auch ziemlich teuer. Auch nach den Geburten habe ich ziemlich schnell wieder abgenommen und passte wieder in meine Sachen.

Mit dem Großen als Baby 2009

Dann kam aber die dritte Schwangerschaft, der dritte Kaiserschnitt. Es verheilte alles ganz prima, also zumindest die Narbe und auch das mit dem Abnehmen klappte.

Bauchschmerzen von Jeans

Aber eins hat sich verändert. Meine Jeans passten wieder, doch nach einigen Stunden hatte ich immer Bauchschmerzen. Nicht unerträglich, aber doch eben unangenehm. Egal, welche Jeans oder Hose ich getragen habe, der Effekt war derselbe. Einzig meine sommerlichen Hotpants mit Bequembund waren okay. Daher habe ich erst mal meine von meiner Mutter genähten Umstandsröcke weiter getragen. Dazu kamen dann immer mehr Röcke und Kleider.

Silvester im Jumsuit

Röcke sind unpraktisch, oder?

Ich höre so oft, Röcke seien unpraktisch. Aus meiner Sicht sind sie das nicht. Ich klettere, spiele im Sandkasten und fühle mich einfach wohl. Wenn es kalt ist, trage ich Strumpfhosen, sonst Strümpfe. Bei Regen finde ich Röcke sogar praktischer, man hat keine ekeligen nassen Hosenbeine an sich kleben. Strumpfhosen trocknen schnell. Ich schaukel auf dem Spielplatz oder sitze im Sand. Auch auf Schlittschuhen trage ich Röcke. Nur Kleider sind für mich wegen der Insulinpumpe immer eine größere Herausforderung. Meine Mutter näht Röcke mit Taschen bzw. näht auch auf meine gekauften Röcke Taschen.

Ich bin ich

Außerdem wird oft kommentiert, dass ich meistens Rock und Stiefel trage. Das stimmt zumindest bei nicht Sommerwetter. Im Hochsommer oder wenn’s warm ist, trage ich Sandalen, Crocs oder auch meine Barfußschuhe. Sneaker besitze ich keine, nur einige Ballerinas. Ich trage auch gern Absätze, mich schränkt das nicht ein und mir gefällt es zu meinen Röcken. Sportlich war ich nie und daher ist das auch nicht meine Optik. Lieber bunt und „weiblich“ (absichtlich in Anführungsstrichen, ich meine damit das Klischee).

mit Barfußschuhen

Gar keine Hosen im Schrank

In meinem Schrank gibt es Schlafhosen, Hotpants und ich habe eine einzige Jeans, die aber zweimal. Sie ist seitlich geknöpft und zumindest einige Stunden ist sie okay und bequem. Alles andere habe ich rigoros aussortiert, als ich von 1,5 großen Kleiderschränken für mein eigenes Zimmer auf 1 Vertiko umgestiegen bin. Dabei habe ich sowieso alle Kleidung weggegeben, die ich seit Jahren nicht trage. Dafür sind eben auch etliche Teile dabei, die ich seit bald 20 Jahren besitze. Meine Lieblingskleider hängen als Wanddeko.

Ein neues Kleid

Meine Röcke sind zum größten Teil von meiner Mutter genäht. Meine Kleider sind von Ave evA (externer Link, unbezahlt und unbeauftragt) und aus einem kleinen Laden in Middelburg.

Zu kurz

Manchmal gibt es auch Sprüche, meine Röcke seien zu kurz, meine Beine zu nackt, meine Absätze zu hoch. Oder ob ich irgendwen damit anbaggern wolle. Meistens ist mir eine Reaktion darauf zu doof. Anders ist es, wenn jemand neugierig fragt, weshalb ich fast nur Röcke trage. Vielleicht finden mich manche auch zu alt für meine Kleidung. Der Punkt ist aber, meine Kleidung muss mir gefallen. Der Hausherr hat auch noch ein gewisses Mitspracherecht, seine Meinung und was ihm gefällt, ist mir auch nicht egal.

Mit dem Kleinen

Ich habe drei Kinder und das sieht man meinem Körper definitiv auch an. Was völlig okay ist und ich bin auch leider nicht mehr 20. Gefühlt bleibe ich 29, aber bin es nicht mehr. Aber ich bin ich und bleibe ich und ziehe mich so an, wie ich mich wohl fühle. Im Freundeskreis variiert sportlicher, klassischer, praktischer, konservativer, bunter, handmade Stil. Jede/r darf tragen, was ihm/ihr gefällt. Ob Erwachsene oder Kind. Im Endeffekt ist es eben nur Kleidung.

Habt Ihr einen besonderen Stil oder tragt Ihr einfach, was Ihr praktisch findet?

Im Rock mit Gummistiefeln in Irland
das ist ein offizieller „footpath“

*unbezahlte, unbeauftragte Werbung, Markennennung, Marken erkennbar, Verlinkung. Alles selbst bezahlt oder privat geschenkt (wie die Röcke von meiner Mutter)

10 Gedanken zu „Mein Leben in Röcken und Kleidern – ich trage keine Jeans mehr“

  1. Ich bezeichne meinen Stil immer gerne als „gemütlicher Schlumpf“ Hauptsache bequem ich hab aber auch zwei drei schickere Teile für essen gehen und co

  2. Hach, ich verstehe dich so gut! Ich lebe in Röcken und Kleidern, stillend wie momentan eher in Röcken und Shirts, die lassen sich nämlich leichter hoch schieben. Ich besitze zwei Jeans, beide passen 7 Monate nach Geburt des Jüngsten noch nicht gut – meine Röcke zum Glück schon. Und ich habe laut innerlich „ja“ gerufen: Nach Kaiserschnitt drei merke ich, wenn etwas am Bauch nicht gut sitzt und bei Röcken habe ich das nicht.

    1. Bei mir war es so, dass sie „passten“, aber nicht mehr bequem waren. Die Narbe ist es nicht, die ist tiefer, sondern der Bauch an sich. Mit Röcken und Kleidern fühle ich mich rundum wohl. Daher habe ich echt alle Jeans in die Altkleidersammlung gegeben. Was ich seit Anfang 2015 nicht getragen habe, werde ich jetzt sicher auch nicht wieder tragen.

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