Virusalarm, kranke Mama und Homeschool (Coronatagebuch ohne Corona)

Hier war es ein paar Tage still. Generell sind die Aufrufe ziemlich abgesackt, weil keiner Urlaube plant oder einen Kindergeburtstag. Normaler Alltag ist irgendwie ganz fern. Unsere Woche besteht aus Homeschool und Leben auf dem eigenen Grundstück zwischen Wohnung und Garten. Wir haben den Luxus eines eigenen Gartens in unserer kleinen Eigentümergemeinschaft und so kann man sich gut abwechseln. Von Dienstag zu Mittwoch gabs aber den Super-GAU für mich als Diabetikerin

Ich bin krank

Mein Aufwachen Nachts wurde sehr schnell ungut. Ich konnte noch den Mann wecken und ihn bitten, mir ein Handtuchlager im Bad zu machen, da mein Kreislauf schon weg sackte. Zum Glück war mein Ausgangsblutzucker nicht niedrig und ich habe sofort die Insulinabgabe gestoppt. So lag ich dann Stunden im Bad auf dem Boden. Wasser und Cola brachte er mir auch. Ab 6 blieb dann auch das Wasser drin und es ging etwas aufwärts. Aber ich war so komplett schwach. Irgendwann Vormittags bin ich in mein Bett umgezogen. Warum ein Magen-Darm-Virus für Diabetiker so gefährlich sein kann, habe ich hier geschrieben.

Ich hatte Glück im Unglück: kein aktives Essensinsulin im Körper, relativ hohen Ausgangswert und ich war nicht allein.

Kommentare auf Social Media

Ich bin manchmal verwundert, dass manche Follower denken, sie kennen alles aus unserem Leben, weil ich blogge und Social Media nutze. Was in uns vor geht oder auch alle Probleme oder Sorgen. Ich teile einiges, aber bei weitem nicht alles. Wir haben auch Privatsphäre, sowohl wir Eltern als auch besonders die Kinder. Ich werde nie alles berichten, sondern betrachte es irgendwie als „Redaktion“.

Nach mehr als 24 Stunden geduscht, angezogen und sitzend

Nun wurde mir vorgeworfen, ich hätte erst „Theater“ gemacht wegen Corona und Schulschließungen, dann hätte mein Mann aber „einfach so gefährlicherweise“ wieder nach Hause gedurft. Er kam Samstag aus Mexiko zurück. Mich irritiert dann doch, dass man meint, sowohl unsere Gedankengänge und Situation als auch die Umstände und Risiken seiner Heimreise besser beurteilen zu können als wir. Und dass wir für uns abwägen, was für uns in einer Situation ohne optimale Lösungen noch die beste Lösung ist. Oder wie wir hier Zuhause das Infektionsrisiko versuchen, gering zu halten. Kleiner Tipp: ich schlafe alleine in meinem Zimmer. Die ersten Tage gab es kein Kuscheln mit Papa usw..

Alleine hätte ich es nicht geschafft

Genau wegen der Situation Dienstag zu Mittwoch bin ich so froh, dass er da ist. Ich konnte Mittwoch nichts, ich habe von 24 Stunden 22 geschlafen. Ich konnte nicht aufstehen. Unter keinen Umständen hätte ich irgendwie für die Kinder sorgen können. Normalerweise würde bei sowas meine Mutter kommen. Aktuell ist es wegen Corona keine Option, dass sie sich in den Zug setzt und bei uns infiziert.

Auch möchte ich niemals meinen Kindern zumuten, dass sie mich Morgens leblos im Bad finden. Oder dass sie entscheiden müssen, ob sie den Rettungswagen rufen.

Auch sonst ging es mir nicht gut. Nicht nur mir. Aber falls es wen interessiert, ich habe in weniger als 3 Wochen 3kg abgenommen. (Vermutlich nehme ich das auch wieder zu). Bei mir ist es so, dass ich bei Stress fresse, sogar Schokolade und Nachts wach liege. Das Level darüber ist dann, dass ich nichts mehr essen kann und schlafe wie ein Stein.

Sonne

Normalität kommt wieder

Trotz aller Hygienemaßnahmen hat es mich erwischt. Meine Hände sind blutig gewaschen. Jetzt hoffe ich, dass es dem Mann und dem Großen erspart bleibt. Ich hatte übrigens seit meiner Kindheit kein Magen-Darm-Virus mehr. Bis jetzt.

Gestern war ich auch noch schlapp und schwindelig, sitzen ging aber wieder und heute war ich sogar wieder im Garten.

Wieder mehr Kraft

Homeschool alleine

Der Mittlere macht mal Arbeitsblätter und mal nicht, aber er wird seinen Stoff bis zu den Ferien geschafft haben. Er liest und malt eben gern und viel. Der Große hat weiter sehr strukturiert eLearning in der digitalen Schule. Da der Papa aber arbeiten musste und ich infektiös und schwach war, musste er sich da auch mehr alleine durch schlagen. Aber er hat alle Abgabefristen geschafft. Nun bleiben kleine Probleme wie, wie stimmt er die Bratsche? Langsam verstimmt sie sich, wir dürfen nicht selbst stimmen (er hat nun per WA Kontakt zur Lehrerin, sie meldet sich). Ihn frustriert das natürlich, dass es langsam schief klingt.

Das Beste daraus machen

Heute haben wir die Sonne genossen, gestern waren die Männer auch im Garten. Der Große videotelefoniert öfter mit seinen Freunden. Aber noch ist es kaum vorstellbar, dass dieser Zustand anhält. Anhalten muss, denn wir müssen weiter die Kurve abflachen. Italien, Spanien und nun auch Elsass und die USA. Es ist ein Alptraum. Es geht darum Menschenleben zu retten. Daher wieder der Punkt, wir haben es komfortabel mit großer Wohnung, Balkon und Garten, sowie guter technischer Ausstattung.

Es gibt aber auch sehr unschöne Dinge und wir sind auch mit Anträgen beschäftigt.

Aber den Kindern gehts gut, die sind so schwer beschäftigt, der Kleine beklagte schon, die Tage seien zu kurz. Da wird mit Lego gespielt, Spielwelten aufgebaut oder heute im Wohnzimmer „Strand mit Surfbrettern“ auf den Wobbelboards gespielt.

Wie sah diese Woche bei Euch aus?

Unbezahlte, unbeauftragte Werbung, Markennennung, Marken erkennbar

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