Kleine Schritte in normaleren Alltag – erste Kontakte zu Freunden

Hier kehrt langsam trotz Corona vermehrt Alltag ein. Die Pandemie ist nicht vorbei. Von ganz normalem Alltag sind wir noch sehr weit entfernt. Dennoch versuchen wir, wieder mehr Normalität zu leben. Aktuell sind die Infektionszahlen auf sehr geringem Niveau und so sehr ich befürchte, dass die Zahlen wieder hoch gehen, ist es aktuell stabil. Daher nutzen wir die Möglichkeit, ein bißchen unsere Maßnahmen zu lockern.

Oma wieder sehen!

Für den Kleinen ist die ganze Zeit das Schlimmste, dass er seine geliebte Oma nicht sieht. Oma ist für ihn unheimlich wichtig und als sich im März die Ereignisse so beschleunigt haben, war eigentlich ein Oma-Wochenende geplant. Er fragt regelmäßig, wann Corona vorbei sei und dass er dann zu Oma möchte. Die Oma betreibt Social Distancing sehr konsequent. Mit Mundschutz einkaufen, sonst kein Kontakt zu anderen Menschen. Wir sind ähnlich konsequent gewesen, nur der Hausherr geht mit Mundschutz einmal die Woche einkaufen plus sowas wie Post und mit dem Mittleren Schulsachen holen.

Daher haben wir letzte Woche die Oma zu ihrem Geburtstag wieder gesehen. Natürlich haben wir alle keinerlei Krankheitssymptome. Das Wetter liess leider eine Feier draussen nicht zu. Aber uns allen tat es so gut, es war sehr normal, eigentlich wie immer. Die Oma ist Risikogruppe, sowohl vom Alter als auch Vorerkrankungen. Daher haben wir jetzt die Chance gesehen, ich befürchte, ab Herbst ist wieder kein Kontakt möglich. Wir fahren auch nur mit dem Auto zu ihr, ÖPNV nutzt weder sie noch wir. Alle waren so glücklich, dass wir uns endlich gesehen haben.

Verabredungen mit Freunden?

Unsere Kinder haben seit Mitte März all ihre Freunde nur in Videoanrufen gesehen. Bei den beiden Großen klappt das auch wirklich gut, da wird per Video miteinander gespielt oder gemalt. Der Mittlere hat schon Verkleiden gespielt und der Große baut mit seinen Freunden mit Lego. Teilweise sind das stundenlange Gespräche. Die tun definitiv gut. Aber sind sie Ersatz?

Mundschutz liegt bereit

Da der Große auch wieder in die Schule möchte, durfte am Montag sein bester Freund kommen. Wir hatten vorher über die Regeln gesprochen. Fenster und Türen sind auf, damit genug Frischluft kommt, wenn das Wetter es zulässt, spielen sie im Garten. Außerdem galt drinnen bei wenig Abstand Mundschutz.

Mundschutz um andere zu schützen.

Vertrauen und Regeln

Ein großer Punkt dabei ist, dass wir die Familie des Freunds kennen und ihnen absolut vertrauen. Natürlich gibt es immer ein Restrisiko. Ich weiß aber zu 100%, dass seine Mutter ihn nicht zu uns lassen würde, wenn er oder ein Familienmitglied irgendein Symptom hätte oder sie eventuell Kontakt zu Erkrankten gehabt haben könnten. Das gilt übrigens immer, also auch im normalen Alltag, dass mein Vertrauen da sehr groß ist, dass sie das Kind im Zweifelsfall nie schicken würden.

Die beiden Jungs haben es großartig gemacht. Wenn ich beobachte, wieviele Erwachsene wegen Maske und Abstand jammern, meinen, sie „ersticken“ und es sei unzumutbar. Die Kinder sind 10 Jahre alt. Ich musste nicht einmal etwas sagen. Hatten sie weniger als 2m Abstand, hatten beide ihre Masken auf. Mir ist bewusst, dass Masken nicht absoluten Schutz bieten, aber das Restrisiko sehe ich als geringer im Vergleich zum Nutzen für die Kinder.

Mit dem Freund spielen – natürlich mit Mundschutz

Ein schöner Nachmittag, der viel gibt

Die Kinder waren einfach glücklich. Sie haben gespielt wie immer und trotz Maske und teilweise mehr körperlichem Abstand, war es so normal. Das tut den Seelen gut. Wir werden das auch, sofern die Infektsituation ähnlich stabil bleibt, wiederholen. Übrigens spielte auch irgendwann der Kleine (4) mit. Ebenfalls ohne Mucken oder Probleme mit Gesichtsmaske im Zimmer. Im Garten waren alle Kinder ohne. Gegessen haben sie an zwei Tischchen mit 2m Abstand.

Momentan ist umstritten, wie ansteckend Kinder sind, ich hoffe noch, es bestätigt sich, dass Kinder wirklich fast nie andere anstecken. Bis dahin werden wir weiter Kontakte minimal halten.

Auch die Schwebebahn trägt Mundschutz – der Mittlere holt immer mit dem Papa seine Schulsachen ab

Zurück in die Schule

Der Mittlere hat sich dafür entschieden nicht am jetzigen Präsenzunterricht teil zu nehmen. Unsere Kinder treffen da nämlich die letztendliche Entscheidung selbst, wir haben ein Veto-Recht, was die Einschätzung der Maßnahmen betrifft. Er ist weiter in der Homeschool. Der Große hat sich die Sache reiflich überlegt, die Maßnahmen und Regeln durchgelesen und wollte nicht von den Präsenztagen frei gestellt werden. Er möchte in die Schule. So war er dann gestern das erste Mal seit Monaten in der Schule und fand es gut, wenn auch sehr anders. Darüber werde ich noch ausführlicher berichten.

Aber auch das ist ein kleines bißchen mehr Normalität. Der Mittlere bleibt bei seiner Entscheidung.

Zuhause zusammen spielen – zu dritt ist die Zeit weniger hart

Urlaub

Wir haben Sehnsucht nach dem Meer. Momentan sieht es so aus, als dürfte man im Juli in die Niederlande reisen. Unser Haus haben wir vor einem Jahr gebucht und auch schon gezahlt. Zeeland hatte komplettes Übernachtungsverbot, das immer weiter gelockert wird. Daher, dürfen wir reisen, werden wir reisen. Aber es wird kein „normaler“ Urlaub. Das Virus macht keine Pause, daher werden wir uns dort wie hier verhalten. An den Strand gehen und Radtouren werden hoffentlich dennoch stattfinden können. Aber es wird keinen Familienausflug zum Einkaufen geben, sondern der Hausherr wird einmal pro Woche das Nötige kaufen. Wir werden nicht Bummeln und Shoppen, sondern vermutlich 1-2x gezielt bestimmte Läden aufsuchen. Mit Mundschutz und den 1,50m Abstand. Auch werden wir nicht in Cafés und Restaurants sitzen, wir werden Menschen meiden, um das Risiko für sie und für uns gering zu halten. Wir nehmen sowieso unsere eigenen Fahrräder mit, der Kleine erstmals auch. Ansonsten werden wir uns vor Ort ansehen, wie es beispielsweise mit Eis holen oder Pommes für den Strand holen aussieht.

Was machen wir denn nicht?

Wir betreiben aber sonst weiter Social Distancing, es ist kein normaler Alltag mit etlichen Terminen und Verabredungen. Die Kinder haben auch weiter ihren Instrumentalunterricht per Videoanruf. Das ist auch ihr Wunsch und ihre LehrerInnen kommen uns da sehr entgegen. Einkaufen geht der Hausherr weiterhin 1x pro Woche und eben, wenn nötig mit Mundschutz zur Post oder mit dem Mittleren zur Schule. Auch werden wir, obwohl wieder 10 Personen erlaubt sind, sicher keinen großen Kindergeburtstag feiern, sondern der Mittlere wird maximal Kinder aus zwei Familien auf einmal einladen.

Instrumentalunterricht ist ebenfalls online

Ich färbe auch meine Haare selbst und gehe nicht zum Friseur, in ein Restaurant werden wir auch absehbar nicht gehen oder auf Feiern oder irgendetwas drinnen. So werde ich vermutlich dieses Jahr auch keine Messen oder sonstigen Events live besuchen. Mundschutz und Abstand bleiben für uns weiter relevant, wir gehen über die aktuell geltenden Maßnahmen hinaus. Wir beobachten die Lage und passen uns daran an. Ansonsten versuchen wir, bei allen Problemen eben auch die schönen Dinge an der Coronakrise zu sehen.

Wieviel Normalität gibt es denn bei Euch wieder?

*unbezahlte, unbeauftragte Werbung, eventuell Marken erkennbar, Markennennung

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