Grau in Grau & bunt in Berlin – unser Januarwochenende in Bildern 8. & 9. Januar 2022

Statt angekündigter Sonne gabs weder Schnee, sondern einfach Grau in Grau. Aber passend zur Stimmung. Wir haben also eher abgehangen und uns eingeigelt. Hier stoße ich mal wieder an meine Grenzen, denn anders als bei Themen, wo es um mich oder Bizzidad geht, wo wir das entscheiden, haben die Kinder ein noch größeres Recht auf Privatsphäre. Der Beitrag zum Autismus wurde von Bizzidad vor Veröffentlichung gelesen und mit seinen Änderungen freigegeben. Übrigens nebenbei, Hasskommentare schalte ich nie frei. Etwas Lesekompetenz setze ich ebenfalls voraus. Darf man nur über heile, gesunde und problemlose Welt berichten? Es gibt genug Blogs und Influencerinnen, die eine perfekte heile Welt inszenieren. Manche Leben sind wirklich rosarot, natürlich, aber manche lügen sich eben die Perfektion und Problemlosigkeit zusammen. Daher, ich editiere, was ich berichte, es sind Einblicke. Aber die sind eben nur Einblicke. Wenn jemand unsere Realität zu ehrlich findet, allein aufgrund von Ausschnitten, dann ist da eben so. Willkommen in meinem Leben. Das ist alles andere als perfekt, aber meins.

Nun sind die Kinder und ich bis auf Weiteres alleine. Daher wird es hier sicher stiller und generell findet unser Leben größtenteils offline statt. Auf Twitter bin ich eher politisch.

Alle Wochenenden in Bildern, die sicher schöner sind als meine dieses Wochenende, findet Ihr bei Grossekoepfe.

Samstag, 8. Januar

Ich habe geschlafen! Nicht super gut, aber ich bin die zweite Nacht in Folge nicht bis 4 durch die Wohnung getigert und ich habe nur einmal wach gelegen. Alle Kinder schlafen noch. Wie immer steht aber der Kleine als erstes auf.

Man kann mit Zahlen nicht nur rechnen, sondern auch bauen!

Ich brauche erst mal Kaffee. Dann bestelle ich Croissants und was sonst noch auf der dringenden Shoppingliste für heute steht. Der Große wünscht sich Erdbeermüsli und der Mittlere freut sich über das gestern bestellte „Hühnermüsli“ (Cornflakes).

Eigentlich hatte die Vorhersage nach Schnee ausgesehen. Aber so wird Indoor ausprobiert

Der Tag ist grau. Die Kinder wollen lieber in Kuschelsachen bleiben und Lego spielen. Die zwei großen Kisten mit Bausteinen, die wir extra für Berlin gekauft haben, rentieren sich echt. Dazu kommen ihre Sets, die es zu Weihnachten gab. Wir entschleunigen massiv.

Dann spielen sie lieber Schach

Der Kleine „ich bin Schiedsrichter!!“

Der Große „Du kennst nicht mal die Regeln?!“

Ein verschwommenes Foto sagt vermutlich alles?

Wie spielen das Neinhorn, weil es so viele empfehlen. Sagen wir mal so, bei der aktuellen Lage sollten wir das nächste Mal doch die kooperative Variante wählen.

Ich bestelle dann noch in Rücksprache mit dem Bizzidad einen neuen Drucker, da der Drucker und ich uns nicht mal einigen können, wie ich an die Patronen bzw. die NICHT-Patronen komme, um ihn nachzufüllen. Abgesehen davon, dass ich Tinte bestellen müsste und selbst nachfüllen. Außerdem finde ich eine stark reduzierte Wollfleecejacke für den Kleinen für unter die Wollwalkjacke (die Großen haben schon Wollfleecejacken). Druckerpapier fällt mir dann auch ein.

Bis auf die Hähnchen“spiesse“ (kein Spiess) lecker.

Abendessen bestellen wir heute. Es kommt von der Menge mal genau hin, es ist nichts übrig.

Mich ärgert, dass das iPad nicht fertig ist. Es wurde zugesagt, dass es heute fertig sei und eigentlich wären wir Morgen gefahren. Ein iPad für drei Schulkinder ist für uns eine ungewohnte Situation, alle lernen damit und der Mittlere hört darauf Hörspiele.

Inzwischen zockt der Große mit seinen Freunden. Sie sind dann auch immer über Videocall verbunden.

Ich unterlasse noch einen Versuch zu starten, dass wir zusammen was spielen. Bei mir läuft Musik, ich versuche im Kopf meine To-Do-Liste zu koordinieren.

Es gibt dann noch Popcorn, weil das Silvester so gut angekommen ist.

Der Große, der Mittlere und ich sind einig, dass „süß & salzig“ unser Favorit ist. Der Kleine isst lieber süß. Für die Kinder sind solche Dinge immer kleine Highlights im Alltag.

Ich passe zum Sofa und telefoniere lange mit einer Freundin

Wie immer am Wochenende gilt, dass die Kinder lange wach bleiben dürfen. Momentan gibt es dann noch eine extra lange Kuschelzeit mit den Kleinen und wir unterhalten uns. Wir machen Pläne für Sonntag, der Wunsch wird laut, dass wir noch einen offenen Eisladen finden. Der Kleine wünscht sich einen ganz bestimmten „der mit Kaffee!“, „wo Papa sich immer auch Kaffee kauft?“ – „Ja, am Turm!“ – „ah, am Wasserturm? Aber der hat Winterpause“.

Sonntag, 9. Januar

Ich werde nur einmal kurz um 8 wegen Pumpenalarm wach und dann wieder kurz nach 10. Alle Kinder schlafen noch.

Still hier
1. Kaffee

10:51 und kein Kind zu sehen oder zu hören. Aber auch für sie wurde es gestern recht spät. Um 11 höre ich dann „uaaaaah“, sie spielen offenbar. Ich werde mich nachher unbeliebt machen, weil sie wirklich mal wieder Duschen müssen. Der Große schläft noch.

Frühstück
Kurzer Snack, von gestern ist noch ein Brötchen übrig

Nach dem Duschen gehts dann raus, einfach eine Runde durch Mitte zum Prenzlauer Berg.

Der Große wünscht sich Baumstriezel, Süßfein hat Winterpause also probieren wir Chimneys
Ich trage den Schoko-Dip, sonst gehts beim Laufen nicht

Der Mittlere und der Kleine bleiben beim Wunsch nach Eis.

Ein Eisladen ist auf

Danach bummeln wir über den schon eben geschlossenen Flohmarkt am Arkonaplatz zurück, weil wir kurz Catherine Hallo sagen wollen, die dort ihre Drucke verkauft.

Das Schaufenster auf der Oderberger begeistert
Wir sind trotzdem immer bunte Farbkleckse

Dann dämmert es auch schon. Mir fällt auf dem Weg ein, dass ich noch Kaffee brauche.

Es ist schön leer, die Kinder gehen schon vor nach Hause während ich warte, dass meine frischen Bohnen abgefüllt werden.

Zuhause gehen die Kinder direkt wieder spielen und ich überlege, was auf meiner To-Do-Liste Priorität hat.

Abends gibts einfach Nudeln.

4 Gedanken zu „Grau in Grau & bunt in Berlin – unser Januarwochenende in Bildern 8. & 9. Januar 2022“

    1. In NRW ist Präsenzpflicht, anders als beispielsweise in Hessen. Aber wie gesagt bin ich bei der Privatsphäre der Kinder strikt. Wir Eltern entscheiden, wieviel wir über uns selbst preisgeben und schätzen das für uns ein. Die Kinder haben besonderen Schutz, daher ist das kein Thema hier.

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