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Müde & ausgelaugt – unsere nicht-normale normale Situation grade

Im Blog ist es aktuell ein bißchen ruhiger. Das echte Leben außerhalb des Internet ist einfach grade fordernd. Es ist nicht alleine die Pandemie, aber die ist natürlich auch ein Faktor. Um uns herum kommen die Einschläge näher. Es hagelt positive Corona-Tests und bisher hatten wir Glück. Oft sehr knapp.

Die Diagnose des Bizzidads hat hier mehr wirkliche Auswirkungen als ins Netz gehören. Mein erster Beitrag zu Asperger wurde viel gelesen und auch er zeigt, wie alles hier im Blog, nur einen Ausschnitt. Hasserfüllte, unterstellende Kommentare waren es wenige, aber die habe ich nicht freigeschaltet. Wer nicht wahr haben möchte, dass der Beitrag von ihm vorher gelesen und auch teilweise editiert wurde und dann von ihm freigegeben, bekommt hier kein Forum. Dazu fehlt mir die Kraft. Wenn ich Teile meines Lebens zeige, ist es fast nie alles. Dafür ist der Umfang zu groß. Es gab aber auch liebes Feedback, Menschen, denen es Hoffnung macht, dass auch auf dem Autismus-Spektrum Familie und Beruf möglich sind.

Es kommen Fragen, die ich nicht beantworten werde

Ich verstehe auch Neugier und Nachfragen. Manche Nachfragen beantworte ich. Andere eben nicht, weil sie entweder etwas unterstellen oder zu weit in die Privatsphäre gehen. Bizzidad und ich sind erwachsen und alles, was hier zu unserer Situation steht, ist in Absprache. Ich verstehe auch, weil ich ein Mamablog bin, dass Fragen über die Kinder kommen, die werde ich aber absehbar hier nicht thematisieren, weil es ihre Privatphäre betrifft. Es ist lieb, wer sich ehrlich sorgt. Aber das Kindswohl haben nicht nur wir im Blick. Genau daher nehmen wir die Diagnose Autismus-Spektrum nicht als als Tabuthema. Wir gehen damit offen um. Auch, wenn es hier im Blog „neu“ ist, ist es weder für uns noch für unsere Kinder neu. Es gibt auch ein informiertes und involviertes Umfeld, das ebenfalls auf unsere Kinder achtet.

Oft einfach müde

Wenn es jemand für Click-Baiting hält, bitte. Mein Leben ist eben nicht immer rosa-rot und super toll. Natürlich hätte ich gern ein Einhorn, aber ich inszeniere eben kein perfektes, immer glückliches Leben. Ich bin nicht perfekt, ich bin ein Mensch. Es gibt hier Einblicke in unser echtes Leben mit echten Problemen, Frust und Sorgen. Aber auch das hat eben Grenzen, was öffentlich wird.

Leben, Arbeit & Schule

Der Alltag nimmt grade viel Zeit ein. Ich habe so viel zu organisieren, dazu kommen eben Arbeit und Schule. Da auch das einige fragten, nein, dass unsere Kinder vorübergehend nicht in den Schulen sind, hat andere Gründe als die Pandemie. Keine Sorge, unsere Kinder „schwänzen“ nicht Schule! Dennoch belastet mich und uns das Thema Coronarisiko in der Schule, weil sie natürlich wieder in die Schulen gehen werden. Zwar dreifach geimpft (seit 15. Januar sind nämlich alle drei geboostert) und mit FFP2-Masken, aber das Risiko durch Omikron ist groß. Mein Leben besteht grade daraus, dass ich diverse Bälle in der Luft jongliere und darauf achte, dass die wichtigsten Bälle in der Luft bleiben.

Die Kinder, Arbeit und ich selbst haben dabei Priorität. Auch da hat nie alles öffentlich stattgefunden. Auch ohne Pandemie habe ich im Blog nie soziale Kontakte groß thematisiert, da nicht alles in Netz gehört. Nicht nur die Kinder haben Privatsphäre.

Ich bin mit den Kindern aktuell alleine – alleinverantwortlich

Und dann gibt es eben Probleme, die niemand zusätzlich haben will

Aktuell ist mir einfach alles ein bißchen viel. Mir sind meine Privilegien durchaus bewusst. Niemand ist akut erkrankt. Aber beispielsweise leidet auch mein Diabetes, weil mir die Zeit fehlt, die Online-Schulung für mein Pumpen-Upgrade zu machen, damit meine Pumpe das Upgrade bekommen darf. Ich schlafe wenig bis kaum und grottenschlecht.

Ich kann auch die Pandemie nicht ausblenden. Trotzdem sehe ich meine Privilegien: ich bestelle Tests und gute Masken, wie wir sie brauchen. Durch meine Vernetzung konnte ich (off-label) Boosterimpfungen für die Kinder organisieren. Wir sind technisch gut ausgestattet und unsere Kinder sind zu dritt.

ich bin trotzdem ICH und wir haben ein Netzwerk und Unterstützung – eben im Hintergrund

Richtig ätzend ist es, dass wir auf ganz viel Geld warten. Meine Rechnung meines letzten Auftrags ist bis heute nicht bezahlt worden, mehrere Wochen a 20 Stunden/Woche. Es sind über 3 Monate. Ich nenne hier keinen Namen der Firma. Auch Bizzidad wartet noch auf Bezahlung seiner letzten Rechnungen, aber da ist nur ein Zahlungsziel deutlich überschritten bisher. Zu meiner Rechnung sind die Mahnungen raus. Alles liegt nun in der Anwaltskanzlei, die, wenn weiter nicht bezahlt wird, ins Inkasso gehen werden. Krass finde ich, dass die ganzen kleinen Start-Ups oder generell Firmen, die für Werbe-Blogbeiträge von uns Rechnungen erhalten, alle ausnahmslos zuverlässig zahlen. Pünktlich. Danke dafür! Manche Menschen dagegen haben ihre eigene Realität und projizieren und nehmen in Kauf, eine Familie mit Kindern in eine finanzielle Notlage zu bringen. Eine Belastung, die wir grade zu allem nicht auch noch bräuchten. Wenn man mich bisher „unhöflich“ fand, erlebt man mich nun wirklich bald unhöflich.

Schulpolitik und Alltag

Im Prinzip könnte ich täglich Wutbeiträge über die verbockte, wissenschaftsleugnende (Schul)politik schreiben. Ich beschränke mich aber auf Twitter, da ich nicht immer wieder dasselbe schreiben kann und will. Es wird verdreht und die Aggressionen und Unterstellungen kochen hoch. Fordere ich das Aussetzen der Präsenzpflicht und sichere Bildung, verdreht es irgendwer in „alle Schulen komplett schließen“ und wettert dagegen. Besonders fragile männliche Egos werden dann direkt misogyn und versuchen zu beleidigen. Beliebt ist auch die Unterstellung, ich hätte gar keine Kinder.

Fun Fact: meine Kinder möchten nicht infiziert werden oder andere infizieren. Besonders eben, weil sie kein Long Covid möchten. Dieses neurotrope Virus möchte niemand von uns im Körper haben, auch, wenn der akute Verlauf vermutlich „mild“ wäre („mild“ beinhaltet laut WHO Definition übrigens stationären Aufenthalt im Krankenhaus). Offenbar bringt Corona auch das Risiko auf Diabetes. Falls jemand sich Illusionen macht, was Typ 1 Diabetes bedeutet, habe ich dazu so einige Blogbeiträge. Nein, möchte ich nicht für meine Kinder haben.

Wir wurschteln uns irgendwie durch. Aber grade ist so viel in der Schwebe und ich brauche meine Energie für die wirklich wichtigen Dinge, im Blog ist es daher ruhiger und alles nicht Notwendige wird ausgelagert. Gorillas liefert. Lieferando ebenfalls. In der Berliner Wohnung gibt es eine Reinigungskraft. So bleibt mehr Zeit für die wichtigen Dinge. Es gibt aber viele wunderbare Menschen, die im Hintergrund helfen. Alleine sind wir nicht. Wir suchen uns kleine Highlights und nehmen Stress raus, wo es möglich ist. Dazu gibt es eben ein Netzwerk.

aber daher bleibt es hier stiller. Denn neben all dem, was ich zu tun habe, nehme ich mir auch Auszeiten

2 Gedanken zu „Müde & ausgelaugt – unsere nicht-normale normale Situation grade“

    1. Liebe Nadine, die Du ein auffälliges (ungesundes?) Interesse an meinem Leben hast, Dir einbildest, mich oder uns echt zu kennen und immer wieder Deine irrelevante Meinung hier hin schreiben möchtest. Du hast natürlich mehr Ahnung als Fachärzte. Aber Du bestätigst hier eben, dass Du uns nicht kennst.

      Projizier doch auf jemand anderen. Deine Unterstellungen bekommen bei mir halt kein Forum. Ansonsten such Dir bitte Hilfe! Es tut mir natürlich leid, wenn mein Leben so eine Faszination hat und Du Deinen Frust an mir auslassen musst. An der Wortwahl und den immer gleichen sachlich falschen Vorwürfen erkennt man Dich immer. Ansonsten hat es eben was von den „Sir“-Geschichten Trumps.

      Das ist meine einzige Reaktion auf Deine ständigen Kommentare. Ansonsten bist Du mit Deinem Hass und Frust halt „Ablage P“.

      Viele Grüße,
      Inga

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