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Besinnliche Vorweihnachtszeit – oder eben nicht

Die Vorweihnachtszeit ist bei uns weniger besinnlich als erhofft

Werbung ohne Auftrag* Es ist nun Anfang Dezember und eigentlich hatten wir mit besinnlicher Zeit geplant, Plätzchen backen, Kerzen anzünden und einfach mal Ruhe in den Alltag bringen. Wie so oft klappt das überhaupt gar nicht. Schlimmer als gar nicht. Es ist nur Stress und auch, wenn wir uns große Mühe geben, den Stress von den Kindern fern zu halten, ist das nicht ganz realistisch. Ich würde gern so einen positiven Beitrag schreiben, darüber, Tempo raus zu nehmen, Selbstfürsorge und Ich-Zeit, aber aktuell ist es gegenteilig. Ich kann grade nur sagen, mir geht es nicht gut. 

Das Äussere beeinflussen

Wir leben eben nicht nur in unserer eigenen kleinen Welt, sondern es gibt diese Welt da draussen und die finde ich aktuell ziemlich blöd. Das ist vielleicht nicht das, was man in einem Blog gern lesen will, aber ich mag auch nicht hier rosa-rot malen, wenn ich das grade so nicht empfinde. Vorweg: es ist nichts wirklich Schlimmes. Ich verliere da nicht die Relation. Es ist niemand schwer krank, wir hungern nicht und den Kindern geht es auch soweit gut. 

Keine besinnliche Entspannungszeit

Letztes Jahr habe ich darüber gebloggt, dass wir uns von Weihnachten nicht stressen lassen. Dass eben auch das Essen Weihnachten einfach sein darf und wir uns von Erwartungen anderer frei machen. Aber darum geht es grade nicht. 

Selbstfürsorge?

Zur Zeit weiß ich teilweise nicht, wie mir der Kopf steht. Es ist schön und positiv, dass ich für das Blog viel zu tun habe. Das freut mich natürlich auch sehr, aber es ist auch Druck, denn sowohl Qualität als auch Authentizität will ich halten und trotzdem eben zur Deadline das liefern, was gewünscht wird. 

Ich nehme grade ab. Eigentlich ist das etwas, das mich freuen könnte. Hey, ich unterschreite grade das Gewicht, mit dem ich mich wohl fühle. Ich bin so leicht wie seit bestimmt fast 20 Jahren nicht. Aber bitte nicht so. Nicht, weil ich zu gestresst bin zu Essen, weil ich wenig Appetit habe, weil ich das Essen vergesse oder mir der Bauch weh tut. 

Ich schlafe wie ein Stein, ich liege nicht einmal wach und denke nach. Trotzdem fühle ich mich nicht entspannt. 

Was ist denn los?

Irgendwie merke ich grad, dass alles wie Click-Baiting klingt. Ich weiß nicht, ob es irgendwen überhaupt interessiert. Vorweg, wer mir nicht so lange folgt, 2018 war nicht mein Jahr. Ich bin im Februar ungeplant, aber nicht ungewollt mit unserem vierten Baby schwanger geworden. Bei 11+0 war der Traum vorbei. Über meine Fehlgeburt habe ich auch viel gebloggt. So ein Thema ist aber nicht einfach vorbei. Am 9.12. war Welt-Sternenkinder-Tag. Und mich holt es auch immer wieder ein. Eigentlich sollte ich nun ein winziges Baby haben und das erste Weihnachten zu sechst planen. Stattdessen boykottiert mich mein Körper. Es ist nicht plötzlich okay. Auch, wenn der Schmerz nicht mehr omnipräsent ist. 

Wieviel Privatsphäre

In meinem Blog versuche ich irgendwie die Waage zu halten zwischen Beiträgen über das chaotische und lustige Familienleben, den echten Alltag, den wir haben und der Privatsphäre der Kinder. Bei mir selbst setze ich die Grenzen lockerer. Manche sagen auch, in den Blogs mache man eine heile Welt vor. Meine Kinder werden hier weder mit Gesicht gezeigt noch die Namen. Auch überlege ich, wieviel ich Preis gebe.

Wir hatten einen sehr unschönen Elternsprechtag. Unser Kind wurde von einer einzelnen Person aus unserer Sicht ungerecht und falsch bewertet. Es blieben auch sehr viele Fragen bei uns und Widersprüche mit anderen Informationen. Der erste Gedanke ist dann ein weiteres klärendes Gespräch. Das wird aber verwehrt. Unser Sohn ist übrigens nicht der einzige Junge. Aber auch hier sehe ich wieder Grenzen des Bloggens. Darf man über andere Leute berichten? 

Stress im Dezember

Weihnachten 2017 – deutlich besinnlicher

Nun stehen wir da mit dem Problem, es ist nicht einzuschätzen, wie groß das Problem ist bzw. welche Folgen diese Situation hat. Die für uns einfachste Lösung: einfach noch mal reden und offene Fragen klären, wird abgelehnt. Also schriftlich Unterlagen fordern und dann schauen, was man damit macht. Widerspruch? Hinnehmen? Gibt es doch ein Gespräch? Brauchen wir einen Anwalt?

Gleichzeitig versuchen wir es, von unserem Kind fern zu halten, so weit es geht. Da verbringt man Jahre, sein Kind zu bestärken, es so zu nehmen, wie es ist, zu vermitteln, dass es prima ist, wie es ist. Wir freuen uns mit ihm über sein Können, sein Wissen, seine Interessen. Ich sehe mit Begeisterung, wie viel und gern er liest, teilweise erwische ich ihn nach 23 Uhr noch heimlich lesend. Und nun wird ihm von aussen suggeriert, dass er nicht gut ist wie er ist. Dass seine Selbstwahrnehmung (die ich für überraschend objektiv halte) falsch ist, denn, keiner hält ihn für ein Genie ohne Baustellen. Dass seine Vorstellung und seine Wünsche, die wir richtig und realistisch finden, falsch seien. Weil das eine Person aus teils nicht genannten und teils für uns nicht nachvollziehbaren Gründen anders sieht. Eine Person. Eine. 

Das belastet uns. Mich besonders. Wir sind stolz auf unseren Sohn, dass er sich (noch) nicht beeinflussen lässt und bei seinen Wünschen bleibt und sie begründet. Er will lernen und ist wissensdurstig und nutzt sein Wissen.

Dazu kommt natürlich der normale Arbeits- und Alltagsstress und der übliche Terminwahnsinn im Dezember, vom Backen über Gottesdienste bis hin zu Weihnachtsfeier. Daher, mit Besinnlichkeit und Kerzenschein ist grad leider weniger hier. 

Vorweihnachtszeit

*unbezahlte, unbeauftragte Werbung, eventuell erkennbare Marken. 

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